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Mittwoch,
der 26. September 2018






Gewerkschaft: Viele Lehrer bekommen kein Gehalt

In der vergangenen Woche gingen bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Lübeck Beschwerden von Tarifbeschäftigten Lehrkräften ein, die für den Monat August keine Gehaltszahlungen vom Bildungsministerium erhalten haben.

"Das Telefon im Schulamt Lübeck stand die Woche über ebenfalls nicht still durch betroffene Lehrkräfte, die sich nach ihrem Gehalt erkundigen wollten", berichtet die GEW. "Am Freitag wurde eine E-Mail an den Schulen umverteilt, in der den Schulleiterinnen und Schuleitern der Lübecker Schulen vom Schulamt mitgeteilt wurde, dass es durch eine Umstellung des Abrechnungsprogramms 'Kopers', besonders bei befristeten Beschäftigten zu einer Verzögerung oder zum Ausbleiben der Gehaltszahlungen kommt. Das ist landesweit der Fall. Dies trifft besonders die Lehrkräfte, die Langzeit erkrankte oder sich in Elternzeit befindliche Lehrkräfte vertreten und aus diesem Grund nur befristet angestellt werden. Aufgrund des großen Bedarfs an Lehrkräften sind davon mehrere tausend Beschäftigte landesweit betroffen, die in diesem Monat ohne Gehaltszahlungen ihren Lebensunterhalt gestalten müssen."

Das Schulamt Lübeck verweise auf die zuständigen Sachbearbeiter im Bildungsministerium. Es werde allerdings bereits darauf hingewiesen, dass dort kaum jemand aufgrund der Vielzahl von Anrufern zu erreichen sei. Abschlagszahlungen seien nicht zu erwarten, sodass die Lehrkräfte frühestens Ende September mit ihrem Gehalt rechnen können.

"Das ist eine nicht hinnehmbare Situation und ein Skandal!", sagt Sven Quirder, Kreisvorsitzender und Landesvorstandsmitglied der GEW. "Es ist für das Land und das Bildungsministerium beschämend. Wir brauchen dringend Lehrkräfte und diese werden kettenartig von einem befristeten Vertrag in den nächsten gedrängt, in den Sommerferien zum größten Teil entlassen in die Arbeitslosigkeit, um zum nächsten Schuljahresanfang wieder in einen befristeten Arbeitsvertrag aufgenommen zu werden. Jetzt wird besonders diesen tarifbeschäftigten Lehrkräften ohne direkte Mitteilung oder Vorwarnung einfach kein Gehalt gezahlt. Alle Betroffenen, die sich bei uns gemeldet haben bangen um ihre Existenz. Mietzahlungen und Forderungen können nicht erfüllt werden und die zuständige Stelle im Ministerium ist nicht erreichbar! So geht man nicht mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um, die ein Bildungssystem aufrechterhalten und dafür sorgen, dass statt Stundenausfall verlässlicher Unterricht stattfindet!"

Auch die GdP kennt diese Praxis und verweise auf die seit Jahren bestehenden Probleme mit dem Abrechnungssystem "Kopers". Immer wieder komme es auch dort bei Langzeit erkrankten Tarifbeschäftigten im Polizeidienst dazu, dass im Übergang der Lohnfortzahlungen diese ausbleiben.

Sven Quirder: "Damit muss Schluss sein! Ich fordere das Bildungsministerium dazu auf, schnellst möglich eine Lösung zu finden und den betroffenen Lehrkräften ihr ausstehendes Gehalt auszuzahlen! Ansonsten wird sich die GEW Lübeck geeignete Maßnahmen überlegen, um den Kolleginnen und Kollegen zu helfen."

Die GEW Lübeck berichtet, dass viele Lehrer kein Gehalt bekommen haben. Foto: JW/Archiv

Die GEW Lübeck berichtet, dass viele Lehrer kein Gehalt bekommen haben. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 124650   Autor: GEW/red.   vom 07.09.2018 22.18

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