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Handball: VfL Lübeck-Schwartau gewinnt gegen Dessau

Der VfL Lübeck-Schwartau gewann am Freitagabend in der zweiten Handball-Bundesliga gegen Dessau in der Hansehalle verdient mit 30:24. Damit ist der Mannschaft von Torge Greve die Rehabilitation nach der Auswärtsniederlage in Ferndorf geglückt.

Eine konzentrierte Leistung war die Basis für den Weg zurück in die Erfolgsspur. Es war ein starkes Spiel, das den 1909 Zuschauer vom VfL Lübeck-Schwartau geboten wurde – und das über nahezu die vollen 60 Minuten. Und doch war es ein dickes Brett, dass die Heimmannschaft zu bohren hatte.

Denn obwohl die Gäste im gesamten Spiel nur einmal vorne lagen (0:1), konnten sie das Spiel bis zur 25. Minute offen gestalten. Geholfen haben dabei sicherlich auch die knapp 30 mitgereisten Fans, die ihre Sieben nicht nur auf der 400 Kilometer langen Auswärtsfahrt begleitet haben, sondern sie auch von der ersten bis zur letzten Minute lautstark unterstützten. Einen großen Anteil an dem nur knappen Rückstand in der Anfangsphase hatte der Rückraum-Linke Daniel Zele (insgesamt sieben Tore), den die Schwartauer Abwehr anfänglich nur schwer in den Griff bekam.

Doch das Angriffsspiel des VfL funktionierte. Mit zwei Spielmachern (Rúnarsson/Hansen) in der Anfangsformation waren die Aktionen der Heimmannschaft nie auszurechnen: schnelle, variable Angriffe, die die Dessauer Abwehr mächtig in Bewegung versetzten und immer wieder vor neue Herausforderungen stellten, waren die Folge. Die Führung der Lübecker war die zwangsläufige Konsequenz, auch wenn sie bis kurz vor der Halbzeit nur knapp war.

Mitte der ersten Halbzeit brachte Torge Greve mit Tim Claasen (später zum „Man of the Match“ gekürt) den dritten Spielmacher. Ebenfalls neu auf der Platte: Antonio Metzner (5 Tore). Beide Einwechselungen machten sich schnell bezahlt. Das Spiel der Heimmannschaft wurde noch druckvoller, gerade von den Halb-Positionen – gegen Ferndorf noch die Achillesferse im Angriff. Und so konnte die neue „Hansehöllenstimme“, Alex Petersen, Tor um Tor verkünden, und die Schwartauer bis zur Halbzeit auf 15:11 davonziehen. Gästetrainer Uwe Jungandreas dazu: „Wir waren in den ersten 25 Minute auf Augenhöhe und konnten das Spiel offen gestalten. Danach aber konnten wir in Abwehr und Angriff das Niveau nicht halten. Der Sieg der Schwartauer ist völlig verdient.“

Auch der Trainer der Heimmannschaft sah den Spielverlauf wie sein Dessauer Kollege: „Das Spiel war schwierig und gefährlich, weil wir uns nicht entscheidend absetzen konnten. Erst ab der 20. Minute wurde unsere Abwehr stabiler und wir konnten die Anzahl der Ballgewinne steigern. Dadurch stieg unser Selbstvertrauen, und das half uns auch im Angriff.“

Besonders zufrieden war Greve mit den zwanzig Minuten unmittelbar nach der Pause. Zwei schnelle Tore nach dem Wiederanpfiff, dazu ein agiler Genda und ein treffsicherer SiebenMeter-Schütze Tim Claasen ließen den VfL auf 21:15 davonziehen. Erst nach der ersten 10-Tore-Führung (47. Minute) machte sich ein leichter Schlendrian bemerkbar. „Es wäre schön gewesen, wenn wir unser Spiel 60 Minuten durchgezogen hätten – aber ehrlich gesagt, ist das nicht mehr als das sprichwörtliche Haar in der Suppe“, so Torge Greve in der Pressekonferenz.

„Alles in allem ein tolles Spiel meiner Mannschaft. Das Endergebnis von 30:24 fiel so auch nicht zu hoch aus. Tim war nach seiner Einwechselung unser Motor, hat aus dem Spiel und von der Sieben-Meter-Linie seine Klasse bewiesen“, verteilte Greve ein Sonderlob an seinen jungen Spielmacher.

Der 22-Jährige gab das Lob unmittelbar an seine Mannschaft weiter: „Wir haben in der Woche gut gearbeitet und viel gesprochen – kritisch, aber auch immer mit einer positiven Grundhaltung. Es hat heute im Gegensatz zur letzten Woche richtig Spaß gemacht. Jetzt fahren wir als verdienter Sieger nach Hause und genießen dieses Gefühl“.

Der VfL Lübeck-Schwartau gewann am Freitagabend in der zweiten Handball-Bundesliga gegen Dessau. Foto: Archiv

Der VfL Lübeck-Schwartau gewann am Freitagabend in der zweiten Handball-Bundesliga gegen Dessau. Foto: Archiv


Text-Nummer: 124655   Autor: Jan Brix-Mannshardt/red.   vom 08.09.2018 10.52

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