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Donnerstag,
der 18. Oktober 2018






Kunst am Kai: Mit Verdi beendete Gabriele Pott die Saison

Die fünfte Spielzeit von „Kunst am Kai“ ging am Wochenende mit zwei Aufführungen des Verdi-Requiems zu Ende. Die Tribüne im Schuppen C war dabei nicht nur bis auf den letzten Platz besetzt.

An beiden Abenden mussten Musikfreunde wieder umkehren, weil es keine Karten mehr gab. Die Zahl der Mitwirkenden war groß: 200 Sänger im Hauptchor, 60 Stimmen im zusätzlich engagierten Kinderchor, 50 Orchestermusiker plus Solisten und Dirigentin ergibt die stolze Zahl von 315 Mitwirkenden.

Das Requiem von Giuseppe Verdi wurde schon mal als „siebenteilige Oper des Jüngsten Gerichts und der Erlösung“ beschrieben. Verdi setzte alle Stilmittel seiner Zeit ein, scheute sich nicht, bombastisch aufzutrumpfen, um das Heulen und Zähneklappern des Weltgerichts auszumalen. Ruhige Teile besingen die Hoffnung auf Erlösung und Befreiung.

Gegen Ende der Aufführung ließ Gabriele Pott, die schon vorher den Solisten kleine szenische Aufgaben verordnet hatte, die Tore des Hafenschuppens öffnen, auf dass die Erlösten in eine andere Welt ziehen konnten. Die Totenhemden, die zu Beginn vor einem Kreuz abgelegt worden waren, wurden fortgeworfen. Außer der Singakademie, verstärkt durch Gastsänger, waren die Sopran- und Altstimmen der Knabenkantorei (Einstudierung Karl Hänsel) und des Mädchenchores der Gemeinnützigen (Einstudierung Heidi Becker, seit kurzem Heidi Hoppe) beteiligt, ferner ein großes Orchester, dessen Rückgrat Mitglieder der Lübecker Philharmoniker bildeten.

Große Aufgaben hatten die Gesangssolisten zu erfüllen, Karen Leiber (Sopran), Wioletta Hebrowska (Mezzospran), Matthias Koziorowski (Tenor), Mario Klein (Bass). Das gelang auch in den Ensembles ausgewogen und klangschön. Gabriele Pott als Dirigentin spornte die große Schar der Mitwirkenden zu Hochleistungen an. Saison Nr. 5 im Schuppen C auf der nördlichen Wallhalbinsel ist zu Ende. Sicher hat Frau Pott schon Ideen für das Jahr 2019.

Die Lübecker Singakademie singt Verdis „Missa da Requiem“. Foto: Veranstalter

Die Lübecker Singakademie singt Verdis „Missa da Requiem“. Foto: Veranstalter


Text-Nummer: 124701   Autor: JW   vom 11.09.2018 10.08

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