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HL-live.de

Dienstag,
der 25. September 2018






Ein Fremder ist unser christliches Vorbild

HL-live.de Pastor Heinz Rußmann geht in seinen Gedanken zum Wochenende auf die Frage ein, wie hilfsbereit Menschen einem Fremden gegenüber sein sollten. Ausgangspunkt ist die biblische Erzählung vom guten Samariter.

Das bekannte Gleichnis Jesu vom barmherzigen Samariter ist in diesen beunruhigenden Tagen sehr aktuell und hilfreich. Ein Schriftgelehrter wollte mit Jesus diskutieren und fragte ihn: Wie muss ich leben, damit mein Leben gelingt und ich das ewige Leben bei Gott bekomme? Jesus sagte darauf kurz und prägnant: Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst!

In diesen Tagen haben die christlichen Politiker Angela Merkel und Björn Engholm diese Goldene Regel angewendet und gepredigt. Unsere Kanzlerin hat sie sinngemäß vertreten: Wir lieben unser Volk und Land. Wenn aber eine Flüchtlingskatastrophe auftritt mit vielen tausend Elenden, Heimatlosen und Hungernden, dann dürfen wir als Christen und Humanisten daran nicht tatenlos vorbeisehen. Daher der Flüchtlingsstrom nach Deutschland und Europa ins christliche Abendland.

Und der christliche Politiker Björn Engholm hat in den zwanzig Stephanus-Jazzgottesdiensten öfters sehr tiefsinnig über die Goldene Regel als Grundlage der Ethik gepredigt. Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut ihr ihnen auch (Mt. 7,12)! Das heißt: Du sollst deine Nächsten, dein Volk und deine Heimatstadt lieben. Das ist auch mein gesundes Selbstbewusstsein. Zuviel übertriebener Nationalismus aber macht Angst und Feindschaft. Es geht ja um einen gewissen klugen Kompromiss. Jeder darf für seinen eigenen Lebensunterhalt und seine Heimat sorgen. Aber in Notfällen gibt es die Verpflichtung für Christen und Humanisten, das Leben des Mitmenschen auch zu erhalten. Es ist aber nicht gemeint, sich selbst zu opfern und völlig aufzugeben für Fremde.

Wer ist denn mein Mitmensch, mein Nächster unter Milliarden von Menschen? Welchen Fremden müssen wir um Gottes Willen helfen? Über diese Frage streiten heute die verschiedenen Parteien und politischen und religiösen Richtungen in Deutschland sehr ausgiebig und heftig. Darüber kann ich hier nicht diskutieren. Darüber haben auch Philosophen bisher solange gegrübelt, dass diese Frage nach Professor Thielicke ein "Weltanschauungs-Wrack" ist. Wir müssen uns immer daran erinnern, dass unsere Vorfahren, die Ur-Menschen, alle Fremden instinktiv als ihre Feinde betrachteten. Erst in den Hochkulturen der Juden und Griechen gab es dann Gastfreundschaft. Nur Kultur und Religion beseitigen Fremden- Feindschaft. Auch Verliebte lieben gern faszinierend fremde Partner.

Jesus antwortet unvergeßlich in Lukas 10 mit einem Gleichnis auf die Fremden-Ablehnung : Ein Mensch geht von Jerusalem nach Jericho. Unterwegs überfallen ihn in der Einsamkeit Räuber und schlagen ihn zusammen und lassen ihn bewegungsunfähig halbtot am Straßenrand liegen. Kommt ein Priester des Weges. Der Verwundete schöpft Hoffnung. Der Priester aber hat es eilig, noch zum Gottesdienst zu kommen und geht vorüber. Auch ein Tempeldiener kommt vorbei. Er hat berechtigte Angst, dass es eine Falle ist und die Räuber ihn auch zusammenschlagen.

Danach kommt ein Samariter vorbei. Samariter und Juden waren damals verfeindet. Der Samariter freut sich nicht gehässig über das Unglück des für ihn unsympathischen Fremden. Er hat ein menschliches Herz, steigt herab von seinem Esel und versorgt den Verwundeten. Er setzt den Verwundeten auf seinen Esel, geht selbst zu Fuß und bringt ihn in eine Herberge. Er opfert sich nicht selbst total auf und bleibt nicht ständig am Krankenbett. Aber er gibt dem Wirt Geld für ein paar Tage. Wenn er zurückkommt, will er, wenn nötig, noch mehr bezahlen.

Der Samariter ist das leuchtende Vorbild für Nächsten- und auch Fremdenliebe. Das Christentum ist durch Jesus besonders fremdenfreundlich. Sogar nach unserem Gesetzbuch sind wir deshalb zur Hilfeleistung verpflichtet. Von Jesus haben Christen den Auftrag, alle Völker zu überzeugen und zu taufen. Am Ende versammelt Gott Gläubige aus allen Völkern in seinem ewigen Reich. In diesen Tagen der Fremden-Problematik sollten alle Christen und Menschenfreunde daran denken, wen wir dort treffen werden. Im Alltag geht es aber immer wieder um die Frage, wer ist mein Nächster, wer der Hilfsbedürftige, den Gott mir heute vorsetzt?

Vor allem können wir daran denken, dass Jesus selbst der barmherzige Samariter ist, der uns in Notfällen hilft und tröstet und ermutigt.

Gottes Segen wünscht Euch

HL-live.de Pastor Rußmann

Heinz Rußmann widmet seine Gedanken zum Wochenende der Hilfsbereitschaft.

Heinz Rußmann widmet seine Gedanken zum Wochenende der Hilfsbereitschaft.


Text-Nummer: 124812   Autor: red.   vom 15.09.2018 10.27

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