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17.09.2018 09.47


Handball: VfL Lübeck-Schwartau gewinnt in Würzburg

Am 15. fFebruar 2014 holte der VfL den bislang einzigen Punkt in der fünfjährigen Auswärtspielgeschichte (28:28) bei der DJK Rimpar Wölfe. Bislang: Am Sonntag konnte der „Fluch“ gebrochen werden, der VfL Lübeck-Schwartau entführte beide Punkte aus dem Wolfsrevier.

Dabei begann der Auswärtstrip nach Rimpar denkbar ungünstig. Neben den beiden Verletzten Martin Waschul und Jan Schult konnte mit Basti Damm eine weitere Stammkraft die Dienstreise nach Würzburg nicht antreten. Eine Grippe machte seinen Einsatz am Sonntag unmöglich. Aber der VfL konnte auch diesen Ausfall kompensieren.

Der VfL Lübeck-Schwartau begann offensiv wie schon im Spiel gegen Dessau mit zwei Spielmachern (Rúnarsson / Hansen) und war im Angriff ebenso beweglich wie in der Vorwoche. Das Ergebnis waren schnörkellos vorgetragene Angriffe und eine gute Wurfeffektivität.

Folgerichtig: Das 0:1 von Markus Hansen war nicht nur die erste Führung im Spiel, sie sollte auch bis zum Ende Bestand haben. Aber zwischen dem 0:1 und dem Endstand von 17:21 lagen 60 intensive Minuten.

Dabei ließen sich die Rimparer nie wirklich abschütteln. In einem nicht hochklassigen, aber jederzeit spannenden Spiel, waren die Schwartauer das etwas dominantere Team. Allerdings war es ihnen nicht vergönnt, einen konstant beruhigenden Vorsprung herauszuspielen, und so wechselten sich knappe und klare Führungen der Gäste während des gesamten ersten Durchgangs immer wieder ab.

Trainer Torge Greve meinte dazu: „Die Angriffsreihen haben sich schwergetan. Gleichzeitig haben beide Mannschaften gut verteidigt. In der Kombination hat das dazu geführt, dass verhältnismäßig wenig Tore gefallen sind.“ In der ersten Halbzeit waren es insgesamt 20, die sich Dank eines starken Schlussspurts mit zwei Toren von Antonio Metzner und Pawel Genda auf acht Rimparer und zwölf Schwartauer Treffer verteilten – Halbzeitstand 8:12.

Die Gastgeber kamen in der zweiten Halbzeit mit großer Entschlossenheit aus der Kabine. Schnell verkürzten sie den Vorsprung des VfL Tor um Tor. Vollends zu kippen drohte das Spiel, als den Schwartauern von der 36. bis zur 43. Minute kein Treffer gelang und die Rimparer bis auf ein Tor aufholten (13:14, 39.). Aber eine ähnliche torlose Zeit der Rimparer (neun Minuten ohne Erfolgserlebnis) und die Treffer von Thees Glabisch, Finn Kretschmer und Markus Hansen verschafften dem VfL in dieser Phase wieder etwas Ruhe und Sicherheit. Mitte der zweiten Halbzeit lag der VfL mit vier Toren vorn (13:17, 47.).

Nach der roten Karte gegen Pawel Genda (3. Zeitstrafe) hätte das Spiel vielleicht noch einmal kippen können, aber zwei weitere Glabisch-Tore und eine starke Parade von Dennis Klockmann beendeten den Glauben der Hausherren an einen weiteren Heimsieg gegen die Schwartauer (14:19, 54.). Die restliche Zeit spielte der VfL souverän herunter und siegte nicht nur erstmalig, sondern auch völlig verdient vor 1713 Zuschauern mit 17:21 im Rimparer Wolfsrevier.

„Der Erfolg meiner Mannschaft geht in Ordnung. Wir haben eine super Kollektivleistung abgeliefert und sehr diszipliniert gespielt. Dazu haben wir nur wenige technische Fehler gemacht. Zufrieden bin ich mit unserer Abwehrleistung und dem großen Kampf, den wir abgeliefert haben.“ Die kleine Schwächephase nach der Halbzeit kommentiert der Coach Torsten Geve des neuen Tabellen-Fünften wie folgt:

„Wir wussten, dass so eine Phase kommen konnte und haben dies auch in der Pause noch einmal angesprochen. Rimpar ist eben eine Spitzen-Mannschaft der 2.Liga und hat nach der Pause sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eine Schippe draufgelegt. Aber meine Mannschaft hat in dieser Druckphase ihre Stabilität bewiesen – und zwar von der Nummer 1 bis zur Nummer 15.“

Autor: VfL/red.

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