Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de

Donnerstag,
der 21. Februar 2018






+++ HL-live.de - Archiv +++

18.09.2018 21.11


Kleine Sonderschau im Hansemuseum: Hansestadt Hannover

Ein neues "Ausstellungsformat" wurde am Dienstagabend im Europäischen Hansemuseum vorgestellt. "Hanse Heroes – Alte Städte neu entdeckt" lautet der Titel. Hansestädte sollen in loser Folge – vielleicht nur mit einem einzigen Objekt – präsentiert werden, sagte Direktorin Dr. Felicia Sternfeld. Den Anfang macht Hannover.

Vielen ist nicht bewusst, dass die niedersächsische Landeshauptstadt im Mittelalter Mitglied der Hanse war. Umso spannender sei es gewesen, die hanseatische Vergangenheit zu entdecken und auch die Frage zu beantworten, was eine Stadt zur Hansestadt machte, betonte Dr. Carola Piepenbring-Thomas vom Stadtarchiv Hannover.

Als die Stadt in diesem Jahr den Antrag stellte, in den Hansebund der Neuzeit aufgenommen zu werden, wurden Belege für die einstige Mitgliedschaft gesucht. Das sei in manchen Fällen gar nicht so einfach, betonte die Leiterin der Forschungssstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraumes, Dr. Angela Ling Huang.

Im Falle Hannovers habe sie in diversen bislang ungeöffneten Kisten 450 archivalische Einheiten gefunden, sagte Frau Piepenbring-Thomas. Manche Einheit war ein einzelnes Blatt, etwa ein Brief. Andere Einheiten bestehen aus zehn Zentimeter dicken Aktenstücken. Im Prinzip aber waren alle diese Einheiten neu, unbearbeitet und deshalb in keinem Findbuch verzeichnet.

Im Mittelpunkt der kleinen Sonderschau im ersten Obergeschoss des Burgklosters steht eine Auflistung jener Mitgliedsstädte, die zum Hansetag anno 1556 eingeladen wurden, in schöner Schrift von einem Grafiker des 16. Jahrhunderts namens Johannes Halsbandt verfasst. Wichtige Hinweise sind dieser Urkunde zu entnehmen: Wie zu den Hansetagen eingeladen wurde, wer einzuladen sei. Dies geschah nicht zentral. Der Lübecker Bürgermeister schickte Boten zu den Vororten, das heißt jenen Städten, die als regionale Sprecher galten. Von dort ergingen dann die weiteren Schreiben.

Das Amt des Vorsitzenden, der bis heute den Titel "Vormann" trägt, fiel qua Amt immer dem Lübecker Bürgermeister zu. Der neue Vormann heißt deshalb Jan Lindenau. Er wird demnächst in die Nähe von St. Petersburg reisen, um einen Hansetag vorzubereiten. 197 Städte seien inzwischen dem neuen Hansebund beigetreten. Die 200 werde man wohl bald erreichen, meinte Lindenau. Eine große Landkarte zeigt, wie weit die hanseatischen Verbindungen reichten, von Nowgorod bis Südeuropa. Die meisten Städte liegen im Binnenland. 90 Prozent der Hansetage fanden in Lübeck statt.

Die nächste Hanse Heroes-Stadt ist bereits gewählt. Man entschied sich für Danzig. Im kommenden Jahr wird im Europäischen Hansemuseum auch daran erinnert, dass vor dann 350 Jahren, nämlich 1669, der letzte Hansetag der Historie stattfand.

Die Hanse war im Mittelalter nicht nach schriftlichen Statuten und Satzungen organisiert. Es war ein Interessenbündnis von Kaufleuten, später von Städten. Insofern gibt es keine Urkunden mit Aufnahmeanträgen oder von Austritten. Wer mehrere Mal nicht erschien, schloss sich selber aus.

Wie lebendig der Gedanke eines Städtebündnisses bis heute sei, gehe auch daraus hervor, dass es viele Anfragen aus dem Ausland an die Forschungsstelle gebe, sagte Frau Ling Huang. Immer wieder gebe es Anfragen aus den USA und auch aus China. Die Ausstellung mit der hannoverschen Urkunde ist bis zum 18. November zu sehen.

Autor: TD

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.