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Mittwoch,
der 17. Oktober 2018






Synode: Gelingende innere Fusion mit unterschiedlichen Prägungen

Der Abschluss des Agenda-Prozesses der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland stand am Donnerstag, 27. September 2018, auf der Tagesordnung der Landessynode. Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, berichtete den Synodalen darüber bei ihrer Tagung in Travemünde.

Der Agenda-Prozess war 2013 zur Legislaturperiode der I. Landessynode der Nordkirche vom Landeskirchenamt initiiert worden. Der Prozess diente der Entwicklung, gezielten Steuerung und Koordinierung der anstehenden vielschichtigen Projekte und Vorhaben in der zu Pfingsten 2012 gegründeten Nordkirche. Durch die Fusion der früheren drei Landeskirchen Nordelbiens, Mecklenburgs und Pommerns wurde eine umfassende Rechtsvereinheitlichung notwendig.

Zum Agenda-Prozess gehörte daher unter anderem die zeitliche Planung der Beratung neuer Kirchengesetze in den zuständigen Gremien und schließlich der Landessynode. Landeskirchenamt, Landessynode und Erste Kirchenleitung erarbeiteten im Rahmen des Agenda-Prozesses eine intensive Kommunikationskultur, die zu einer engen Verzahnung im Verlauf der inneren Fusion der drei ehemaligen Landeskirchen führte.

Bischöfin Kirsten Fehrs: „Der Agenda-Prozess hat sich zu einem Kommunikations- und Steuerungsinstrument entwickelt, durch das immer neue Zusammenhänge für neue Strukturen sichtbar wurden. Dabei spielte das Thema Selbstvergewisserung immer wieder eine Rolle: Wie können wir mit unseren unterschiedlichen landeskirchlichen Strukturen und mit unseren Prägungen durch Ost- oder West-Kultur eine Nordkirche werden, die alle mitnimmt? Wie verhindern wir, dass die Zusammenführung nur rein administrativ vollzogen wird? Das ist für die großen, auch theologischen Themen unserer Kirche und bei Fragen zum Leben im Pfarrhaus, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und etlichen Kirchengesetzen gut gelungen.

Gleichzeitig haben wir gelernt: Auch bei einer inneren Fusion gibt es unterschiedliche Agenden, die nicht nivelliert werden sollen. Möge es also den nachfolgend Verantwortlichen gelingen, diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und die Nordkirche in gutem Fahrwasser zu halten!“

Bischöfin Kirsten Fehrs betonte, dass sich der Agenda-Prozess zu einem Kommunikations- und Steuerungsinstrument entwickelt hat. Foto: JW

Bischöfin Kirsten Fehrs betonte, dass sich der Agenda-Prozess zu einem Kommunikations- und Steuerungsinstrument entwickelt hat. Foto: JW


Text-Nummer: 125105   Autor: LK SH   vom 27.09.2018 13.53

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