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Sonnabend,
der 15. Dezember 2018






Großeltern im Quartier können weiter machen

Das im Stadtteilhaus St. Lorenz-Süd angesiedelte interkulturelle Projekt "Großeltern im Quartier" der Gemeindediakonie Lübeck wird verlängert. Die Deutsche Fernsehlotterie, die schon die ersten drei Jahre mit 80.000 Euro gefördert hat, stellt 82.962 Euro für die nächsten zwei Jahre zur Verfügung. Das Projekt wendet sich vornehmlich an Menschen ab 55 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund.

"Wir sind sehr glücklich darüber, dass unsere Arbeit weitergehen kann", so Projektleiterin Tina Kobold, die seit September 2016 von der gebürtigen Iranerin Parva Soudikani unterstützt wird. Ein fester Stamm von Ehrenamtlichen gehört ebenfalls zum Projektteam. "Der Mix macht‘s", erklärt die 41-jährige Sozialarbeiterin Tina Kobold. "Durch Angebote, die jeden ansprechen, wie unser beliebter Mittagstisch, kommen wir in Kontakt zu den älteren Menschen im Stadtteil und diese untereinander. Es entsteht eine Kultur des aufeinander Achtens." Außerhalb des Stadtteilhauses gebe es dann auch mal den Plausch an der Einkaufskasse, man nehme sich gegenseitig mehr wahr. "Wir sind inzwischen gut im Stadtteil angekommen", zieht Tina Kobold eine positive Zwischenbilanz der ersten drei Projektjahre.

Seit Mai 2015 ist "Großeltern im Quartier" im Stadtteilhaus, inmitten der Ladenzeile Hansering, eine feste Anlaufstelle. Sowohl kostenfreie soziale Beratungsleistungen als auch eine aktive Freizeitgestaltung und Begegnungen bilden den Schwerpunkt des Projekts. "Die Menschen können unsere Angebot wahrnehmen und bleiben dabei in ihrem gewohnten Umfeld", sagt Tina Kobold. "Das ist für diese Zielgruppe wichtig." Auf buchstäblich kurzen Wegen könne im Rahmen der Beratungen geschaut werden, "wo der Schuh drückt". Dabei arbeitet das Team eng mit anderen Akteuren und Anlaufstellen im Stadtteil zusammen.

Neueste Angebote des Projektes sind ein monatliches Stadtteilfrühstück sowie ein Kreativtreff "Stich für Stich zu guter Nachbarschaft" gemeinsam mit anderen Kooperationspartnern im Stadtteil. "Auch hier vernetzen wir uns und schauen über den Tellerrand", betont Tina Kobold.

Seit 2016 nimmt das Projekt jährlich am Interkulturellen Sommer teil, veranstaltete in diesem Jahr eine interkulturelle Geburtstagsparty zum 875. Stadtjubiläum, eine Fahrradtour und einen persischen Kochnachmittag. Als "Warm-up" organisierte das Team gemeinsam mit anderen Trägern erstmals ein Nachbarschaftsfest.

Zu den ständigen Angeboten gehören neben dem Mittagstisch unter anderem ein Spielecafé, eine Mal- und eine Bewegungsgruppe.

 Tina Kobold (3. von rechts) und Parva Soudikani (2. von links) mit Ehrenamtlichen vor dem Stadtteilhaus. Foto: Gemeindediakonie

Tina Kobold (3. von rechts) und Parva Soudikani (2. von links) mit Ehrenamtlichen vor dem Stadtteilhaus. Foto: Gemeindediakonie


Text-Nummer: 125122   Autor: Oda Rose-Oertel   vom 28.09.2018 08.44

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