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Sonntag,
der 16. Dezember 2018






St. Petri verleiht den Günter-Harig-Preis

Im Sommer 2017 verstarb Pastor Günter Harig, der von 1998 bis 2005 das Profil der Stadt- und Kulturkirche St. Petri geprägt hatte. An ihn erinnert der Günter-Harig-Preis, der in diesem Jahr erstmals vergeben wird. Erster Preisträger ist Hartmut Starcke.

Weit über die Grenzen Lübecks hinaus wurde Harig als ein herausragender Denker und Gestalter der Zusammenhänge zwischen Kirche und Stadt geschätzt. Ihm zum Gedenken haben sein Kollege und Nachfolger Pastor Dr. Bernd Schwarze und das St. Petri Kuratorium beschlossen, einen jährlich zu vergebenden Preis auszuloben. Ganz im Sinne des engagierten Theologen sollen Menschen geehrt werden, die sich eher unauffällig in zupackender Weise für ein menschliches Miteinander in Lübeck verdient gemacht haben. Die erste Verleihung des Günter-Harig-Preises findet in einer Feierstunde am Donnerstag, dem 25. Oktober, um 19 Uhr, in St. Petri statt.

Aus einer Vorschlagsliste von drei Kandidatinnen und Kandidaten hat das St. Petri Kuratorium als ersten Preisträger Hartmut Starcke auserwählt. Der gelernte Koch und ehemalige Lehrer an der Gewerbeschule für Nahrung und Gastronomie hat sich über viele Jahre ehrenamtlich in der Begegnungsstätte Café W.u.T. engagiert. Seit sieben Jahren bereitet er aus Lebensmittelspenden Mittagessen für eine große Zahl bedürftiger Personen zu. Das St. Petri Kuratorium schreibt in seiner Begründung zur Wahl Hartmut Starckes: "Durch seine bescheidene und hilfsbereite Art und sein kontinuierliches Engagement ist Hartmut Starcke zu einer tragenden Säule der vom S.O.S Lübeck e.V. betriebenen Begegnungsstätte und zu einem verlässlichen Ansprechpartner für Menschen in Not geworden."

Im Rahmen des kleinen Festakts am 25. Oktober wird auch die Preisskulptur enthüllt, die der Lübecker Künstler Stephan Jäschke geschaffen hat. Hartmut Starcke erhält die Skulptur als Leihgabe bis zur nächsten Preisverleihung im Herbst 2019. Er bekommt dazu ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro, welches er, gemäß der Preis-Satzung des Kuratoriums, nicht komplett einem wohltätigen Zweck zuführen darf. Hierzu sagt Pastor Schwarze: "Gerade die Engagierten sollen zwischendurch auch einmal an sich selbst denken. Für mindestens 300 Euro sollte der Preisträger sich auch einen eigenen Wunsch erfüllen." Das Preisgeld wurde von der Kurt-Werner-und-Anneliese-Mellingen-Stiftung zur Verfügung gestellt, die auch die Durchführung des Festakts unterstützt.

Pastor Schwarze wird den Festakt in St. Petri moderieren. Ein Grußwort der Stadt überbringt Bürgermeister Jan Lindenau. Anke Timmermann-Grell, die Leiterin des Café W.u.T., hält die Laudatio, bevor dann Pröpstin Petra Kallies als Vorsitzende des St. Petri Kuratoriums den Preis überreicht. Auch für eine kulturelle Überraschung ist gesorgt: Junge Künstler spielen Musikstücke, die sich der Preisträger selbst ausgesucht hat. Im Anschluss lädt das St. Petri Kuratorium zu einem kleinen Empfang im Nordschiff der Kirche ein.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Aus organisatorischen Gründen bittet das St. Petri Kuratorium jedoch um eine persönliche Anmeldung unter info@st-petri-luebeck.de oder 0451/397700.

Der Preis wird am 25. Oktober in St. Petri verliehen. Foto: St. Petri/Archiv

Der Preis wird am 25. Oktober in St. Petri verliehen. Foto: St. Petri/Archiv


Text-Nummer: 125159   Autor: St. Petri   vom 29.09.2018 15.40

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