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Montag,
der 22. Oktober 2018






Kirche, Kartoffeln und Äpfel: Erntedank in Lübeck

Posaunenklänge statt Mittagsläuten am Sonntag um 12 Uhr auf dem Markt. Zum Erntedankfest war die Marien-Gemeinde mit ihrem Gottesdienst nach draußen gezogen. Bänke waren aufgestellt, Liederblätter wurden verteilt. "Lebendiges Wasser – umsonst – für alle!" lautete das Motto. Und rund um den Dom stand zum Erntedank der Apfel im Mittelpunkt.


Pröpstin Petra Kallies tauschte am Sonntag die Kirchenkanzel gegen einen Hubsteiger. Foto: TD

Neben den Geistlichen, Pröpstin Petra Kallies und Pastor Robert Pfeifer, saßen theologische Laien auf der Bühne. Zum Beispiel Anette Röttger, Landtagsabgeordnete, im Hauptberuf Mitinhaberin eines landwirtschaftlichen Betriebes in der Region. Sie erzählte, was der trockene Sommer für sie bedeutete. Übers Jahr gesehen werde die Niederschlagsmenge dem Durchschnitt entsprechen. Aber die Regenfälle kamen zumindest für Getreide und Raps zur falschen Zeit. In der Wachstumsphase dieser Pflanzen fehlte der Regen.

Röttger zeigte auf, dass Wasser nicht nur für die Felder gebraucht wird. Jede Kuh, von der täglich 30 Liter Milch erwartet werden, brauche dafür 80 bis 100 Liter Wasser. Auch der Begriff des virtuellen Wasserverbrauchs wurde erklärt. Zum Beispiel von Ehrenamtlern der Aktion "Viva con Aqua". Zum Anrühren eines 500-Gramm-Brotes brauche man zwar nur einen Liter. Aber für den gesamten Prozess vom Säen bis zum Mähen, Dreschen, Malen des Korns komme ein Kubikmeter zusammen, werden also tausend Liter Wasser gebraucht. Das gleiche gelte für ein Stück Käse oder fünf Eier.

Für die Predigt wurde Pröpstin Kallies auf einer Hebebühne nach oben gehievt. Sie erzählte eine kurze Geschichte aus dem Alten Testament. Der Clan um Erzvater Isaak erlebte vier Jahre lang Dürre und Hungersnot. Die Hirten zogen aus, um anderswo nach Wasser zu suchen. Als sie zurückkehrten, wollten ihnen die Daheimgebliebenen nichts vom Wasser ihrer Quellen abgeben.

Erst beim dritten Anlauf beziehungsweise bei der dritten Quelle, hatten die Anwohner ein weites Herz und gaben den Menschen und dem Vieh zu trinken. Was wäre bei weiteren Weigerungen geschehen? Vor dem Verdursten hätten die Knechte sicher zu kämpfen begonnen. Bis heute gelte: "Nur teilen schafft Frieden – so einfach ist das!"

Pastor Pfeifer bat einige seiner Konfirmanden auf die Bühne. Sie hatten in den vergangenen Tagen bei der Feinbäckerei Schüler in der Backstube gestanden und viel über das Backen von Brot gelernt. 105 Brote hatten sie gebacken, die auf dem Markt gegen eine Spende zugunsten von bedürftigen Kindern in der Welt abgegeben wurden. Auf dem Markt folgten viele Besucher dem Gottesdienst. Sitzplätze waren knapp, und auch die Umstehenden sangen kräftig mit.



Ebenfalls sehr gut besucht war das Apfelfest am Dom. Bereits in der ersten Stunde kamen knapp 2000 Besucher. Und die konnten reichlich über den Apfel und seine vielen verschiedenen Sorten erfahren.



Und natürlich gab es auch viel zu probieren. So hatte Gundel Granow, Vorsitzende des Grünen Kreises in Lübeck, verschiedene Konfitüren gekocht. Lange Warteschlangen gab es bei der Möglichkeit, Apfelsorten bestimmen zu lassen. Bei strahlendem Sonnenschein blieb das Gedränge bis zum Abend groß.

Ein Erntedank-Gottesdienst wurde auf dem Markt gefeiert. Fotos: JW

Ein Erntedank-Gottesdienst wurde auf dem Markt gefeiert. Fotos: JW


Text-Nummer: 125301   Autor: TD/VG   vom 07.10.2018 16.32

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