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10.10.2018 08.40


Der Heiligenschein des seligen Jensen erhält Risse

Ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum beging am Dienstag Karin Vogt bei der Niederdeutschen Bühne. Sie gestaltete die Hauptrolle im Stück "De selige Jensen" in den Kammerspielen. Natürlich gab es am Schluss einen besonderen Blumenstrauß von Bühnenleiterin Brigitte Koscielski und eine Ehrung vom Niederdeutschen Bühnenbund.

"De selige Jensen" ist ein von Gerd Meier ins Niederdeutsche übertragenes Stück des engagierten, auch sozialkritischen Dänen Carl Erik Martin Soya (1896-1983). Er hat seine Zeitgenossen oft provoziert, gegen Klischees angeschrieben. In diesem Fall durchlöchert er die Wohlanständigkeit von Kapitän Jensen, der nach der Methode eines alten Seemannsliedes lebte: "Was weißt denn du, mein Kind, wie treu Matrosen sind? Sie haben nur eine Braut – in jedem Hafen!"

Kapitän Jensen hatte offenbar neben seiner Ehefrau Emilie nicht nur Bräute in Übersee, sondern auch in der Heimat, während die Gattin unverbrüchlich an seine Treue glaubt. Nun ist Jensen tot. Seine Witwe lebt in Erinnerungen, ist davon überzeugt, dass sein Geist noch um sie herum ist. Sie unterhält sich mit ihm, nimmt in Kauf, dass die Umgebung sie für verrückt hält. Im Laufe des Stückes muss sie einsehen, dass der Heiligenschein, den sie ihrem Alfred angedichtet hat, Risse bekommt.

Die Jubilarin Karin Vogt spielt das großartig, trifft die unterschiedlichen Gefühlslagen genau, Ihre Schwester Annie (Anneli von Piotrowski) ist von ganz anderem Kaliber, vom Leben und seinen Enttäuschungen geprägt, realistisch, ohne bitter geworden zu sein. Hans-Hermann Müller spielt einen Zeitgenossen, der stets auf seinen Vorteil bedacht ist, selbst wenn er für angeblich gute Zwecke sammelt.

Christa Walczyk steht als Haushaltshilfe Walburga mit beiden Beinen im Leben, nimmt Leben und Liebe eben wie sie kommen. Ein junges Paar verkörpern Jenny Walczyk und Henrik von Piotrowski mit Schwung und Sympathie. Regie führte Karsten Bartels. Er sparte sich Steigerungen für den zweiten Teil auf, führte seine Mitstreiter sicher durch vier Akte. Das Bühnenbild von Moritz Schmidt und Eva Knüppel zeigt eine gediegene Wohnstube mit Erinnerungen des seligen Kapitäns an den Wänden. Weitere Aufführungen in den Kammerspielen gibt es am 16. und 26. Oktober jeweils um 20 Uhr. Die Sonntagsvorstellung am 21. Oktober beginnt bereits um 15 Uhr.

Autor: JW

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