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Sonntag,
der 18. November 2018






Verbraucherzentrale: Weniger Fleisch für mehr Klimaschutz

Am 16. Oktober ist Welternährungstag - "ein guter Zeitpunkt, um über nachhaltige Ernährung nachzudenken", so die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. "Der Lebensmittelverbrauch hat einen hohen Anteil am Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase in Deutschland. Wer seine Gewohnheiten verändert, kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten."

Wir veröffentlichen die Mitteilung der Verbraucherzentrale im Wortlaut:

(")Was im Alltag auf den Teller kommt, wirkt sich auf das Klima aus. In Deutschland ist die Ernährung einer der vier großen Verursacher für den Ausstoß von Treibhausgasen. Mit einem Anteil von durchschnittlich 15 Prozent verursacht sie ebenso viel CO2 (Kohlenstoffdioxid) wie die Heizung. Nur die Bereiche Konsum und Verkehr haben noch höhere Anteile.[1] Etwa 45 Prozent der Treibhausgase durch Ernährung entstehen bei der Erzeugung und dem Transport von Lebensmitteln.

Ein Tag pro Woche ohne Fleisch
Vor allem der Fleischverbrauch und die Einfuhr von Soja für die Tierfütterung verursachen Treibhausgase, die sich leicht verringern ließen. "Ganz auf Fleisch zu verzichten kommt für die meisten Verbraucher nicht infrage", sagt Gudrun Köster, Expertin für Ernährung bei der Verbraucherzentrale. "Aber wer nur einmal in der Woche auf Fleisch verzichtet, verringert seinen persönlichen Anteil am Ausstoß von Treibhausgasen bis zu sieben Prozent." Als pflanzlicher Ersatz für Hackfleisch eignen sich Haferflocken oder Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Lupinen. Urgetreide wie Dinkel und Grünkern lässt sich mit Kräutern und Gewürzen gut zu herzhaften vegetarischen Frikadellen verarbeiten.

Insekten statt Rindfleisch im Burger
Eine neue Idee für die Ernährung der Zukunft ist die Zucht von Insekten zum Verzehr. Für viele Verbraucher in Deutschland ist das schwer vorstellbar, weltweit wird unter Fachleuten dieser Lösungsansatz jedoch intensiv erörtert. Insekten enthalten ähnlich viel Protein wie Fleisch, dazu wichtige Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem brauchen sie deutlich weniger Platz und Wasser als andere Nutztiere und verursachen weniger klimaschädliche Gase. Erste Produkte aus verarbeiteten Insekten sind in Deutschland bereits im Handel – zum Beispiel Nudeln oder vorgefertigte Burger-Frikadellen aus Buffalo-Würmern.(")


Text-Nummer: 125446   Autor: VZ SH   vom 15.10.2018 17.37

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