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Sonntag,
der 18. November 2018






Untertrave: Wie die Stadt ihren Bürger vergisst

Die Umgestaltung der Untertrave ist in vollem Gange, am Montag wurden gut zwei Dutzend Parkplätze gegen Granitpoller getauscht. Die Umsetzung barg für die Anwohner eine böse Überraschung.



Montag 9 Uhr, nach drei Wochen Herbstferien kehrt wieder Alltagsleben in Lübeck ein. Wer als Bewohner der nordwestlichen Altstadtinsel erst am Wochenende aus seinem Urlaub zurückgekehrt ist - und nicht ad hoc an seinem an der Untertrave geparkten Auto vorbeiwanderte - erlebte am Montagmorgen einen bösen Start in den Tag. Mit einem Großaufgebot säuberte ein Abschleppdienst die wasserseitigen Parkflächen und versetzte mehr als ein Dutzend Fahrzeuge. Anwohner, die durch den Lärm aktivierter Alarmanlagen aufmerksam wurden, kamen zu spät, manch einer löste seinen Wagen für fast zweihundert Euro noch vor Ort aus, andere setzten sich stärker zur Wehr und ein Streifenwagen der nahegelegenen Wache musste anrücken.

Was der Urlauber nicht mitbekommen konnte: Am zurückliegenden Freitag wurde der Bereich zur Parkverbotszone erklärt, an den Hecks der Fahrzeuge Baken und Verbotsschilder aufgestellt. "Der Fahrzeughalter ist verpflichtet, regelmäßig zu prüfen, ob sein wagen noch korrekt abgestellt ist", klärten die Polizisten auf. Da schon seit Freitag vormittag die Schilder aufgestellt seien, habe die Stadt ihre Pflicht erfüllt. "Ich kann die Wut der Anwohner verstehen, aber ich mache hier nur meine Pflicht", erzählt ein Fahrer der bestellten Abschleppwagen, die Parksituation hier sei derzeit katastrophal.

Nicht genug damit, dass die seit Jahren etablierte, wasserseitige Parkmöglichkeit an der Untertrave durch das Auslegen von Granitquadern ohne Ersatzbau entfällt, zeitgleich sind die Anwohner-Stellflächen auf der gegenüberliegenden Straßenseite noch immer nicht freigegeben, die Situation für Anwohner und Anlieferer wird zunehmend prekär. Das sei weniger problematisch als es aussähe, heißt es dazu seitens der KWL und der Geschäftsführerin des Abschleppunternehmens. schließlich seien auf den umliegenden, kostenpflichtigen Parkplätzen und Parkhäusern immer ausreichend Freiflächen vorhanden. Wo aber liegt dann der Nutzen von Anwohner-Parkscheinen, dass die verbliebenen Bewohner der Altstadtinsel auf diese Weise wohnortnah parken können? Ein Aspekt, der offenbar bei der gesamten Sanierung und Umgestaltung der Untertrave-Fußwege außer acht gelassen wurden. Gleichzeitig sind die Wartelisten auf Stellplätze der KWL-eigenen Parkplätze bis zum Bersten gefüllt – und das Anbieten von Alternativen weiterhin Fehlanzeige. Ladesäulen für E-Autos? Auch auf dem neuen, besonders breiten Fußweg war dafür anscheinend kein Platz. So ist es wenig überraschend, dass die Altstadtinsel zunehmend von Ferienwohnungen bestimmt wird, als von dem Leben der Anwohner...

Am Montagmorgen wurde mit der Aufstellung der Granitpoller ab der Untertrave begonnen. Fotos: Martin Kreplin

Am Montagmorgen wurde mit der Aufstellung der Granitpoller ab der Untertrave begonnen. Fotos: Martin Kreplin


Text-Nummer: 125575   Autor: Martin Kreplin   vom 22.10.2018 14.09

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