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Sonntag,
der 18. November 2018






Filmforum: Neuartige Filmformen und tief gehende Themen

Das Filmforum ist seit über 30 Jahren die Plattform für den norddeutschen Film bei den Nordischen Filmtagen Lübeck. Während der 60. Jubiläumsausgabe des Festivals (30. Oktober bis 4. November 2018) werden insgesamt 46 Spiel-, Dokumentar, Kurz- und Animationsfilme in der Sektion präsentiert.

In diesem Jahr spannen sie einen Bogen von historischen Persönlichkeiten über außergewöhnliche Dokumentar- und Spielfilme bis hin zu Produktionen die zeigen, wie Flüchtlinge ihr Ankommen in unserer Gesellschaft erleben.

„Ich freue mich sehr, dass junge Filmemacherinnen wie Hille Norden, die 2014 als Young Nordic Filmmaker am Festival teilgenommen hat, ihren ersten langen Dokumentarfilm präsentieren wird oder Esther Bialas, die während ihres Studiums an der Hamburg Media School bereits mit Kurzspielfilmen im Filmforum vertreten war und nun ins Rennen für den Besten Debütspielfilm geht.

Als Abschlussfilm zeigen wir dieses Jahr „HolsteinHerz“, ein Dokumentarfilm über die wechselvolle Geschichte von Holstein Kiel. Und da der Verein vor fast 120 Jahren auf einer Fahrt zum Spiel gegen die Lübecker Turnerschaft gegründet wurde, schließt sich der Kreis hier perfekt“, so Doris Bandhold (Kuratorin Filmforum).

Der Spielfilmbereich der Sektion präsentiert neben renommierten Regisseuren aus der Region wie Miguel Alexandre („Der Mordanschlag“), Sven Taddicken („Das schönste Paar“) und Christian Theede („Sarah Kohr: Das verschwundene Mädchen“) auch Erstlingswerke. In das Rennen um den mit 7.500 Euro ausgestatteten „Preis des Freundeskreises für das Beste Spielfilmdebüt“, der erstmalig in 2018 vergeben wird, gehen das Mutter-Sohn-Drama „Goliath96“ von Marcus Richardt, mit Katja Riemann in der Hauptrolle, der von der aus Lübeck stammenden Rike Steyer produziert wurde, sowie der Mystery-Thriller „Wo kein Schatten fällt“ von Esther Bialas.

Mehrere Filme des Filmforums widmen sich auf ganz unterschiedliche Weise bedeutenden, mit dem Norden verbundenen Personen, dazu zählt zum einen „Hans Blumenberg – Der unsichtbare Philosoph“. Blumenberg, in Lübeck geboren und aufgewachsen, ist einer der einflussreichsten deutschen Philosophen der Nachkriegszeit. Für sein Filmporträt macht sich Regisseur Christoph Rüter mit zwei ehemaligen Studenten und dem Blumenberg-Forscher Dr. Rüdiger Zill auf eine Fahrt quer durch Deutschland.

Sie treffen ehemalige Mitschüler in Lübeck,  erfahren von der wichtigen Rolle, die Heinrich Dräger für den als „Halbjuden“ Verunglimpften während des Zweiten Weltkriegs spielte, aber auch wie er in Lübeck verraten wurde und nur knapp den Nazis entkam. Zur Aufführung des Films am 31.10.18 reisen Bettina Blumenberg, die Tochter des Philosophen und der Regisseur an. Weitere Filme zum Thema sind „Es ist Zeit. Der Maler Klaus Fußmann“ und „Auch Leben ist eine Kunst - Der Fall Max Emden“. „1918. Aufstand der Matrosen“ greift einhundert Jahre nach den Ereignissen den Beginn der Novemberrevolution in Kiel auf. Regisseur Jens Becker präsentiert den Film persönlich dem Lübecker Publikum.

Innovative Filmformen finden sich in einer Reihe von Dokumentarfilmen der Sektion: In „Another Day of Life“ werden Teile der Erlebnisse eines Fotografen im angolanischen Bürgerkrieg im Stil einer Graphic Novel animiert,während „Tracing Addai“, die Geschichte eines jungen Mannes im syrischen Bürgerkrieg, mit Hilfe einer ebenfalls besonderen Animationstechnik, der Rotoskopie, inszeniert ist.

Eine Technik, die auch Dario Aguirre in „Im Land meiner Kinder“ verwendet, in dem er seine Erfahrungen – nach 15 Jahren Duldung – mit der Einbürgerung in Hamburg reflektiert. Er war zuletzt 2013 mit „Cesars Grill“ im Filmforum vertreten. Das Thema „Ankommen“ behandelt auch Hille Norden aus Kiel in ihrem ersten langen Dokumentarfilm„Khello Brüder“, über zwei syrische Brüder, die in Deutschland ein neues Leben beginnen. Ebenfalls mit Animationselementen spielt Sandra Trostel in „All Creatures Welcome“ über den Chaos Computer Club und ihre demokratische Vision für das digitale Zeitalter.

Erneut werden im Filmforum-Programm ausgewählte Filme als inklusive Fassungen in Kooperation mit dem NDR gezeigt. Dazu zählen der Kieler „Tatort: Borowski und das Glück der Anderen“ und als Doppelprogramm „Tatortreiniger – Rebellen“ sowie „Tödliches Comeback“ von Hermine Huntgeburth, welche mit Audiodeskription für Blinde und Untertiteln für Gehörlose laufen.

Viele Filmemacherinnen und Filmemacher werden bei den Filmtagen und auch während der Vorführungen anwesend sein und für Fragen zur Verfügung stehen.

Das „Filmforum“ ist seit über 30 Jahren die Plattform für den norddeutschen Film bei den Nordischen Filmtagen Lübeck. Foto: JW

Das „Filmforum“ ist seit über 30 Jahren die Plattform für den norddeutschen Film bei den Nordischen Filmtagen Lübeck. Foto: JW


Text-Nummer: 125671   Autor: NF HL/red.   vom 26.10.2018 09.48

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