Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

HL-live.de

Sonntag,
der 18. November 2018






Philippe Bach dirigiert zweites Sinfoniekonzert

Das 2. Sinfoniekonzert "Ernsthafte Scherze der neuen und alten Welt" findet am 28. und 29. Oktober im Konzertsaal der Musik- und Kongresshalle statt. Hier erklingen Werke von Charles Ives, Samuel Barber und Ludwig van Beethoven, dirigiert von Philippe Bach, der für dieses Konzert nach Lübeck zurückkehrt: von 2008 bis 2010 war er unter Roman Brogli-Sacher Erster Kapellmeister und Stellvertretender GMD am Theater Lübeck.

Solistin wird die Violinistin Sophia Jaffé sein. Sie konzertierte bereits europaweit mit renommierten Orchestern, arbeitete mit namhaften Dirigenten, war zu Gast bei etlichen Festivals und erhielt Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben.

Bei den drei Werken dieses Programms haben sich deren jeweilige Schöpfer eindeutig amüsiert, wie zum Beispiel Charles Ives, der 1891 mit siebzehn Jahren seine »Variations on ›America‹« komponierte. Ist man zu Beginn etwas erstaunt, im Thema die Klänge von »God Save the Queen« zu erkennen, so steigert sich das Vergnügen mit jeder der fünf Variationen, bis hin zur grandiosen Coda. Ursprünglich für Orgel komponiert, machen die Variationen nach Ives’ eigener Aussage »fast so viel Spaß wie Baseball spielen«. Erst recht in der großen Orchesterfassung von Ives’ Landsmann William Schuman!

Wie ein Scherz mutet auch die Entstehungsgeschichte von Samuel Barbers Violinkonzert an: In Auftrag gegeben wurde es 1939 von Samuel Fels, der sein Vermögen aus dem Waschmittelhandel gern in philanthropische Zwecke investierte und daher 1939 bei Barber ein Konzert für den brillanten russischen Geiger Iso Briselli bestellte. Angeblich – hier gehen die Berichte auseinander – fanden Briselli oder aber sein Lehrer die ersten beiden Sätze für einen modernen Geiger nicht virtuos genug, woraufhin Barber im dritten Satz umso atemberaubendere Wendungen einbaute. Uraufgeführt wurde das Konzert 1941 von Albert Spalding; mittlerweile zählt es mit seinem spätromantischen Charakter vor allem in Amerika zu den beliebtesten Stücken des Repertoires.

Beethoven seinerseits gönnte sich in seiner Sinfonie Nr. 8 den Spaß, anstelle eines langsamen Satzes ein heiteres Allegretto zu schreiben, das zudem einen Kanon zu Ehren des Erfinders des Metronoms, Johann Nepomuk Mälzel, zitiert. Das gesamte Werk spielt mit dem Metrum, mit Versetzungen der Akzente und scheinbarem Stolpern des Orchesters, weshalb man lange Zeit Beethovens Tempoangaben für falsch hielt. Ein musikalischer Scherz eben.

Die Termine:
28. Oktober, 11 Uhr
29. Oktober, 19.30 Uhr
Musik- und Kongresshalle, Konzertsaal
Einführung je eine Stunde vor Konzertbeginn
Karten und Infos bei der Theaterkasse, Tel. 0451/399600

Das Sinfoniekonzert steht unter dem Titel: Ernsthafte Scherze der neuen und alten Welt. Foto: Olaf Malzahn

Das Sinfoniekonzert steht unter dem Titel: Ernsthafte Scherze der neuen und alten Welt. Foto: Olaf Malzahn


Text-Nummer: 125705   Autor: Theater Lübeck/red.   vom 27.10.2018 12.26

Text teilen: auf facebook +++ auf google+ +++ Über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


Kommentare sind am Wochenende leider nicht möglich.

HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.