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Dienstag,
der 19. März 2018






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30.10.2018 08.49


Zoll ermittelt gegen Altkleidersammler

Seit mehr als einem Jahr ermitteln die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Kiel gegen die Betreiber einer Lübecker Firma zum Sammeln von Altkleidern. Im Zuge einer Polizeikontrolle war ein mit Altkleidern beladener Lkw aufgefallen. Die Kontrolle ergab Unregelmäßigkeiten.

In Schleswig-Holstein und Hamburg wurden rund 200 Altkleidercontainer zumeist illegal aufgestellt. Eine erforderliche Genehmigung zum Sammeln der Altkleider erteilte das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume nicht. Der Zoll übernahm die Ermittlungen mit dem Verdacht der Schwarzarbeit. Es folgten Durchsuchungen in Lübeck und Hamburg.

"Eine Firmenneugründung und wechselnde Aufkleber mit Kontaktdaten an den Containern sollten über die Eigentumsverhältnisse und Verantwortlichkeiten hinwegtäuschen", so der Zoll. "Gut gemeinte Kleiderspenden führten zur Bereicherung der Hintermänner."

Bei den komplexen Ermittlungen konnten nun erneut Erfolge erzielt werden. Die Auswertung von beschlagnahmten Unterlagen bestätigte den Verdacht der Schwarzarbeit und führte bereits im März 2018 zu einer weiteren Durchsuchungsaktion, bei der rund 50 Beamte des Zolls und der Bundespolizei beteiligt waren. Dabei wurden die Wohn- und Geschäftsräume der Beschuldigten in Lübeck, Sereetz und Neustadt nach Beweismitteln und Vermögenswerten durchsucht. Zur Deckung des festgestellten Vermögensschadens in Höhe von rund 50.000 Euro konnten auch zwei hochwertige Autos beschlagnahmt werden.

Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

Autor: Zoll/red.

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