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HL-live.de

Montag,
der 12. November 2018






Ingmar Bergmans Geburtstag: Beginn mit kleiner Panne

Er gilt als bedeutendster Film- und Theaterregisseur Skandinaviens, der Schwede Ingmar Bergman. Zum 100. Geburtstag gratulieren natürlich auch die Nordischen Filmtage. Besonders eindrucksvoll geschah das am Mittwoch mit einer fast zweistündigen neuen Dokumentation von Jane Magnusson.

Auch das gibt es noch in Zeiten technischen Fortschritts. Pünktlich hielt die Moderatorin im Kino 4 des CineStar ihre Einführung. Danach passierte nichts. Das Licht im Saal wollte nicht verlöschen. Im Gegenteil; es wurde heller. Ein freundlicher Mitarbeiter unterrichtete die Zuschauer im vollen Saal, dass man den Film erst hochladen müsse. Sobald feststehe, wie lange dies dauere, würde er eine entsprechende Ansage machen. Es dauerte eine halbe Stunde, und mit 45 Minuten Verspätung ging es los. Kaum jemand hatte den Saal verlassen. So treu sind Bergman-Fans.

"Bergman – ein Jahr, ein Leben" nannte Jane Magnusson ihre gründliche Dokumentation. Sie hatte sich für das Jahr 1957 entschieden. In jenem Jahr war Bergman offenbar in einem Schaffensrausch. Zwei seiner erfolgreichsten Filme kamen heraus, "Wilde Erdbeeren" und "Das siebente Siegel". Zwei weitere Filme wurden gedreht. Vier Theaterinszenierungen lieferte er ab, darunter eine Fünfstunden-Fassung von Ibsens "Peer Gynt" am Theater von Malmö. Sein Magen machte ihm zu schaffen. Außerdem war sein Privatleben anstrengend: Bergman war fünf Mal verheiratet, hatte neun Kinder von sechs Frauen.

Jane Magnusson komponierte ihre Liebeserklärung an den großen Kollegen – in Cannes wurde ihm 1997 der Titel "Bester Filmregisseur aller Zeiten" verliehen – aus Filmausschnitten, Szenen vom Dreh, im Theater, mit den Ehefrauen. Kollegen kommen zu Wort: Drehbuchautoren, Kameramänner, Beleuchter, Fotografen und natürlich Schauspielerinnen und Schauspieler. Interview-Ausschnitte sind in schwedisch, englisch, deutsch zu erleben. Leider sind die weißen Untertitel auf weißem Hintergrund an vielen Stellen kaum zu lesen.

Der Zuschauer erfährt, dass Bergman als Student in Deutschland war, sich für die Aufmärsche der Nazis und die Reden des Führers begeistern konnte. Erst Bilder aus den befreiten Konzentrationslagern hätten ihm die Augen geöffnet, behauptet Magnusson. Bergman starb mit 89 Jahren. Er hat auch Bücher über seine Leben geschrieben. Allerdings solle man sich lieber nicht auf die Aussagen der Bücher verlassen. Da sei Dichtung und Wahrheit oft durcheinander gegangen. Seine Ängste, Sehnsüchte, Nöte, Wünsche kämen viel besser in seinen Filmen zum Ausdruck. Denn alle hätten etwas mit der Vita des Pastorensohnes zu tun, meint Jane Magnusson.

Übrigens ist im Foyer des Kolosseums eine Ausstellung über Ingmar Bergman zu sehen; bis 4. November, täglich geöffnet, denn auch das Kolosseum ist Spielstätte der Nordischen Filmtage. Und am Sonnabend, 3. November, ist um 10.15 Uhr im Kino 4 ein weiteres "Special" zu erleben, die Erinnerungen des Finnen Jörn Donner an den Kollegen Bergman. Donner, 85 Jahre alt, wird dazu in Lübeck erwartet.

Der junge Bergman, ein Bild der Ausstellung im Kolosseum. Foto: TD

Der junge Bergman, ein Bild der Ausstellung im Kolosseum. Foto: TD


Text-Nummer: 125805   Autor: TD   vom 01.11.2018 12.31

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