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Montag,
der 12. November 2018






Nordische Filmpreisnacht: Island räumte ab

Das hat es in der 60-jährigen Geschichte der Nordischen Filmtage noch nicht gegeben: Fast die Hälfte der ausgelobten Preise ging an den gleichen Film. Neun Preise wurden am Sonnabend in der Filmpreisnacht im Stadttheater vergeben. Viermal hieß das Urteil der betreffenden Jury: Gewonnen hat "Woman at War" aus Island.



"Woman at War" – deutscher Titel "Gegen den Strom" – erzählt als bissige Komödie den Kampf einer Umweltaktivistin gegen Konzerne und Regierung, setzt sich vehement für den Erhalt der Natur ein. Vielleicht half bei der Wahl ein bisschen der Kampf um den Hambacher Forst mit, an den vor der Holstentorhalle erinnert wird. Aber schon einmal, nämlich bei der Woche der Kritik in Cannes, wurde der Film von Regisseur Benedikt Erlingsson mit vier Preisen ausgezeichnet.

"Woman at War" heimste nicht nur die wichtigste Auszeichnung der Nordischen Filmtage, den mit 12.500 Euro dotierten NDR-Filmpreis ein. Er überzeugte auch die Jury des Baltischen Filmpreises sowie die Mitglieder der kirchlichen Filmjury. Als Nummer Vier gab es die älteste Auszeichnung der Filmtage, den von den Zuschauern per Abstimmung vergebenen LN-Publikumspreis.

Immer ein besonderes Vergnügen bei der Filmnacht ist der Auftritt der Kinderjury. Vier Lübecker kids, elf und zwölf Jahre alt, hatten elf Filme zu bewerten. Sie entschieden sich schließlich für "Allein im All" aus Schweden, inszeniert von Ted Kjellsson. Den Preis der Lübecker Gewerkschaften für den besten Dokumentarfilm erhielt "Die das Licht brachten" des Finnen Antti Haase.


Die Verleihung des Kinderpreises mit Opa Dibaba.

Es gab weitere Auszeichnungen. Den Preis der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung für den besten Kinder- und Jugendfilm erhielt ein weiterer Beitrag aus Island, "Sommerkinder" von Regisseurin Gudrun Ragnarsdottir. Die CineStar-Kinogruppe gab ihren Preis für den besten Kurzfilm im Forum an die deutsche Regisseurin Esther Niemeier für "Tracing Addai".


Pia Walter (rechts) gibt den Vorsitz der Filmfreunde an Söhnke Boye (links) ab.

Bleibt der Preis des Freundeskreises der Nordischen Filmtage. Sie zeichneten das beste Spielfilmdebüt aus. In dieser Sparte waren immerhin 18 Produktionen zu bewerten. Pia Walter und ihr Nachfolger als Vorsitzender Söhnke Boye überreichten die Siegestrophäe an die Regisseurin des Eröffnungsfilms für "Die kleine Genossin". Moonika Slimets war allerdings bereits zum nächsten Filmfest abgereist.

Eingebaut war die Verleihung der Preise natürlich in eine große Show, in viel Musik und dreisprachige Reden von Moderator Yared Dibaba, deutsch, englisch, plattdüütsch. Der kam zu Beginn, als Greis verkleidet, um den in der ersten Reihe auf Platz Sieben sitzenden Gründer der Filmtage, Rolf Hiller, zu begrüßen. Dibaba zu Hiller: "Du hast dich gut gehalten!" Antwort: "Ich bin Apotheker!"

Er habe das alles vor 60 Jahren so ziemlich allein organisiert. Seine Frau habe manche Filmdialoge übersetzt, er trug die Texte vor, "nicht immer genau zum Film passend", gestand Rolf Hiller. Heute teilten sich sechs Kenner die Arbeit. Nicht sechs, sondern 60 Mitarbeiter seien beteiligt gewesen, sagte später Manager Florian Vollmers, der zusammen mit der künstlerischen Leiterin Linde Fröhlich interviewt wurde.


Das Duo Franz Albers und Käpt'n Kruse sang deutsche Titel.

Die Zwischenaktmusiken und mehrere Großauftritte absolvierte die Bigband der Lübecker Hochschulen. Als Sängerin hatten die Musiker von "Salt Peanuts" Hanna Prins mitgebracht, die Titel von Benny Goodman und den Beatles in neuen Arrangements interpretierte. Nicht genug damit. Ein weiteres Lübecker Duo erfreute die Besucher, zwei junge Damen, die als "Franz Albers und Käpt'n Kruse" bekannt geworden sind.

Im zweiten Teil der Filmpreisnacht gab es viele Gespräche bei Getränken, Herzhaftem und Süßem. Die Sponsoren hatten hierfür gesorgt. Die 60. Nordischen Filmtage sind noch bis Sonntagabend mit vollem Programm zu erleben. Der Siegerfilm "Woman at War" wird um 19.45 Uhr im CineStar Filmpalast noch einmal gezeigt. Karten dürften knapp werden.

Viermal nahm Juan Camillo Estrada Auszeichnungen für Woman at War entgegen. Fotos: JW

Viermal nahm Juan Camillo Estrada Auszeichnungen für Woman at War entgegen. Fotos: JW


Text-Nummer: 125858   Autor: TD   vom 04.11.2018 09.19

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