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Montag,
der 19. November 2018






DGB: Alleinerziehende unterstützen

Über 40 Prozent der Alleinerziehenden in Schleswig-Holstein sind auf Hartz IV angewiesen. Das ist deutlich mehr als in jeder anderen Familienform. Alleinerziehende in Lübeck verfügen im Schnitt seltener über eine berufliche Ausbildung als andere Hartz-IV-Bezieher. Zirka 150 Alleinerziehende in Hartz IV hatten im März 2018 keinen Schulabschluss (21 Prozent), rund 480 keinen Berufsabschluss (knapp 69 Prozent).

Der Lübecker DGB-Stadtverbandsvorsitzende Sven Quirder fordert deshalb einen verstärkten Einsatz für die Qualifizierung von Alleinerziehenden durch die Jobcenter:

(")Die fehlenden Abschlüsse können durch den Lebenslauf bedingt sein. Wenn das Kind oder die Kinder vor oder während einer Ausbildung geboren werden, dann ist der Abschluss nicht immer einfach. Ein Abschluss ist jedoch das A und O am Arbeitsmarkt. Arbeitslose Alleinerziehende brauchen mehr Unterstützung – egal, ob sie ihren Schulabschluss nachholen, eine Ausbildung machen oder sich beruflich weiterbilden wollen.

Vor allem müssen die finanziellen Rahmenbedingungen während der Weiterbildung verbessert werden. Wir brauchen einen Zuschlag auf Arbeitslosengeld oder Hartz IV, wenn eine Weiterbildung gemacht wird, damit sich der Abschluss der Weiterbildung mehr lohnt als ein kurzfristiger Job im Niedriglohnbereich. Das könnte politisch auch sehr schnell beschlossen werden, wenn der Zuschlag noch ins laufende Gesetzgebungsverfahren zum ‚Qualifizierungschancengesetz‘ aufgenommen wird.

Die Praxis zeigt auch, dass Teilzeit-Ausbildungen am besten geeignet sind, um berufliche Fortschritte und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen. Arbeitsagenturen und Jobcenter haben das erkannt, sollten dieses Instrument aber noch stärker fördern, Unternehmen sollten sich stärker öffnen.

Auch der Ausbau der Kinderbetreuung muss in Lübeck weiter verbessert werden. Derzeit liegt die Betreuungsquote für unter drei Jährige in Lübeck mit knapp fünf Prozent drei Prozentpunkte über dem schleswig-holsteinischen und sieben Prozentpunkte über dem westdeutschen Durchschnitt. Trotzdem: Da geht noch was! So haben die Bundesländer Brandenburg und Sachsen-Anhalt eine Betreuungsquote von über 55 Prozent (Stand März 2017). Gerade für Alleinerziehende ist eine bedarfsdeckende Kinderbetreuung wichtig, damit sie Berufstätigkeit und Familie tatsächlich vereinbaren können.(")

Sven Quirder fordert vom Jobcenter, eine Offensive für die Qualifizierung Alleinerziehender zu starten.

Sven Quirder fordert vom Jobcenter, eine Offensive für die Qualifizierung Alleinerziehender zu starten.


Text-Nummer: 125921   Autor: DGB/red.   vom 06.11.2018 15.51

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