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HL-live.de

Montag,
der 19. November 2018






Zwei Szenarien für die Innenstadt

Vor der großen Planungswerkstatt am Freitag und Samstag, zu der alle Lübecker eingeladen sind, fand am Montag bereits eine Diskussion über den Gewerbestandort Innenstadt statt. Ein Ergebnis: Die Straßenräume sollen attraktiver werden.

Wie kann die Lübecker Innenstadt auch in Zukunft ein attraktiver Standort für Einzelhandel, Gastronomie und gewerbliche Wirtschaft bleiben? Was können die Akteure vor Ort dazu beitragen? Und: Welche Konsequenzen sind an anderer Stelle gefragt? Über diese Fragen diskutierten etwa 50 Vertreter verschiedener innerstädtischer Branchen.

Gelegenheit zur Diskussion boten am Montag zwei Szenarien, die das Planungsteam für den Zukunftsdialog erarbeitet hat. Beide fragen nach der Entwicklungsrichtung:

Wollen wir in Zukunft eine starke Innenstadt mit vielfältigen Angeboten, die sich in der Konkurrenz zum Online-Handel neu positioniert? Eine Stadt, in der Touristen Shopping, Kultur und Freizeit erleben und die Bevölkerung vor Ort ihren täglichen Bedarf befriedigen kann? Wollen wir eine Stadt, in der kurze Wege adäquates Wohnen und Arbeiten möglich machen?

Oder: Streben wir eine Verlagerung der zentralen Funktionen an dezentrale Standorte an? Somit könnte unabhängig vom Wetter alles unter einem Dach erledigt werden – vom Arztbesuch bis hin zur Kindergeburtstagsparty. Es würden in der Innenstadt neue Flächen für Wohnquartiere und andere, bisher nicht zentrale Nutzungen, frei werden.

Die Zahlen, die Rasmus von Zamory von der Stabsstelle Stadtentwicklung, Hansestadt Lübeck zeigt, deuten auf einen engen Zusammenhang hin: Während in der Lübecker Innenstadt in den letzten Jahren die Verkaufsflächen zentrenrelevanter Sortimente - darunter Bekleidung - deutlich zurückgegangen sind, haben diese Flächen an Lübecker Sonderstandorten stark zugenommen (wir berichteten). Diese Entwicklung fußt auf politischen Beschlüssen. "Wir brauchen jetzt ein klares Signal für die Stärkung einer lebendigen Innenstadt, die Flächen auf der grünen Wiese sind bereits höchst komfortabel erschlossen", so Olivia Kempke, Lübeck Management e.V.

Doch welchen Einfluss hat die viel beschworene Konkurrenz durch den prosperierenden Online-Handel? "Wir sind nicht in einem Zwei-, sondern in einem Dreikampf: Die Innenstadt, die dezentralen Standorte und der Online-Handel", so Prof. Frank Schwartze, Technische Hochschule Lübeck. "Der Online-Handel wird weiter zunehmen und trifft vor allem den standardisierten, austauschbaren stationären Handel. Den gibt es auch auf der grünen Wiese." Kein Grund also, so die Schlussfolgerung in der Runde, an dezentralen Standorten noch mehr Fläche zuzulassen und dafür eine bisher funktionierende, aber bereits unter Druck stehende Innenstadt noch mehr unter Druck zu setzen und ihre Zentralität zu gefährden.

Was erwarten die Verbraucher? Die "grüne Wiese" ist bequem mit dem Auto erreichbar. Hier kann und muss die Innenstadt nicht konkurrieren, so die Einschätzung einer Gesprächsgruppe. Die Innenstadt kann Erlebnis bieten: mit einem guten Mix aus Shopping, Gastronomie, Kultur und Hotellerie in attraktiven städtischen Räumen. Dafür müsse noch einiges getan werden. Die Straßenräume müssten attraktiver für den Aufenthalt werden. Und die Akteure in der Innenstadt könnten noch besser branchenübergreifend zusammenarbeiten. Wenn künftig mehr Menschen in der Innenstadt wohnen, ist auch dort eine gute Nahversorgung gefragt. "Es kann nicht sein", so ein Teilnehmer, "dass wir zukünftig für den Arztbesuch aus der Innenstadt mit dem Auto auf die grüne Wiesen fahren müssen."

Bei einem sind sich die Gesprächsteilnehmer einig: Der Wirtschaftsstandort Lübeck benötigt alle Standorte: die Innenstadt, Citti, LUV und weitere, wichtige Einkaufstandorte. Die Ergebnisse aus dem Gespräch mit den gewerblichen VertreterInnen sollen auch in die Diskussion bei der Planungswerkstatt am Wochenende eingebracht werden, zu der Stadtplanerin Julia Lindfeld, Hansestadt Lübeck, einlädt.

Infos zur Planungswerkstatt: www.uebermorgen.luebeck.de

Am Montag wurde über die Entwicklung des Gewerbes in der Innenstadt diskutiert. Foto: JW/Archiv

Am Montag wurde über die Entwicklung des Gewerbes in der Innenstadt diskutiert. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 125928   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 07.11.2018 10.51

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