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HL-live.de

Sonnabend,
der 15. Dezember 2018






Bachs Leipziger Choräle einmal am Stück

333 Jahre Johann Sebastian Bach: So heißt eine Konzertreihe in verschiedenen Kirchen, die an den 1685 geborenen bedeutenden Musiker erinnert. Gegen Ende der Reihe erklang am Sonntagabend im Dom ein knapp zweistündiges Konzert, gestaltet von Domkantor Klaus Eldert Müller und Jan Pentak.

Aufgeführt wurden "Die 18 Leipziger Choräle", Bach-Werk-Verzeichnis 651 bis 668. Johann Sebastian Bach hat Zeit seines intensiven Musikerlebens Choralvorspiele für den Gottesdienst erdacht, frei improvisiert in vielen Fällen, aufgezeichnet für besondere Anlässe.

In den letzten Lebensjahren ordnete er gewissermaßen seinen Notenbestand. Vielleicht war eine Zusammenstellung bestimmter Werkgruppen für den Druck beabsichtigt. Dabei übernahm er nicht einfach ältere Werke, sondern sah sie gründlich durch, ergänzte, verbesserte, verdeutlichte seine Ideen, vergrößerte wohl auch die Form. Dadurch entstanden Choralvorspiele, die oft zu lang und zu kompliziert für den normalen Gottesdienst sind.

Eine gute Idee also, die sogenannten Leipziger Choräle einmal "am Stück" darzubieten. "Am Stück" wäre aber für den Zuhörer vielleicht etwas zu anstrengend geworden. Deshalb hatte sich der Domkantor etwas Besonderes einfallen lassen. Zum einen teilte er den Abend, baute nach gut der Hälfte eine "Aufwärmpause" ein. Die Besucher wurden in den Südanbau der Domkirche gebeten, der separat heizbar ist. Einige Damen lehnten sich denn auch mit dem Rücken an die Rippen der Heizkörper.

Zum zweiten hatte Müllers Assistent Jan Pentak im Südschiff an der kleinen Truhenorgel Platz genommen. Er spielte vor der Interpretation auf der Marcussen-Orgel den jeweiligen Choral in einem schlichten vierstimmigen Satz vorweg. Die Melodie des Chorals nämlich hat Bach oft verziert, versteckt, zeilenweise in seine Vorspiele eingefügt. Hilfreich war deshalb auch der Hinweis auf dem Programmblatt, in welcher Stimme man den sogenannten cantus firmus erwarten durfte.

Schnell stellte sich heraus, wieviel Sorgfalt und Abwechslung Thomaskantor Bach auf die einzelnen Bearbeitungen verwendet hat. Interessant auch, wie sich Melodien in 300 Jahren im Gebrauch verändert haben. Dass die schönen Klangmöglichkeiten der Marcussen-Orgel genutzt wurden, versteht sich von selbst. Am Ausgang wurde um Spenden gebeten – für die Musik am Dom.

Im Dom erklang am Sonntag ein besonderes Orgelkonzert. Foto: TD

Im Dom erklang am Sonntag ein besonderes Orgelkonzert. Foto: TD


Text-Nummer: 126036   Autor: TD   vom 12.11.2018 08.59

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