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HL-live.de

Sonnabend,
der 15. Dezember 2018






Hiller-Ohm: Kampf für gleiche Rechte geht weiter

Zum 100. Jahrestag der Ausrufung des Wahlrechts für Frauen in Deutschland begrüßte die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD) am Sonntag rund 50 Gäste zu einer politischen Diskussionsveranstaltung.

Podiumsgäste im Marli-Hof-Café waren Gisela Böhrk, die erste Frauenministerin des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Cornelia Östreich, stellvertretende Bundesvorsitzende der sozialdemokratischen Frauen und Kristin Blankenburg, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft.

"Die Einführung des Frauenwahlrechts ist ein Meilenstein in der Geschichte der Demokratie. Aber auch 100 Jahre später gibt es noch keine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in den deutschen Parlamenten – das muss sich endlich ändern", erklärt Hiller-Ohm. In der Diskussion machte die SPD-Abgeordnete deutlich, dass gerade junge Frauen dafür stärker sensibilisiert werden müssten. "Politisiert wurde ich für diese Thematik schon sehr früh durch die damals starke Frauenbewegung. In meinen beruflichen und politischen Stationen musste ich mich immer wieder in Männerdomänen durchsetzen. Quotenregelungen gab es damals noch nicht. Inzwischen haben wir vieles erreicht, aber Gleichheit zwischen den Geschlechtern bei Löhnen, in Führungspositionen und bei der Aufteilung der Erziehungsarbeit und Pflege haben wir auch 100 Jahre nach Durchsetzung des Frauenwahlrechts immer noch nicht erreicht. Wenn mich heute Schulklassen aus meinem Wahlkreis in Berlin besuchen, halten sie das Thema Gleichstellungspolitik leider nicht mehr für wichtig. Hier muss sich das Bewusstsein in der Bevölkerung dringend ändern."

Die stellvertretende ASF-Bundesvorsitzende Dr. Cornelia Östreich, die als promovierte Historikerin auch als Geschichtslehrerin tätig ist, wies ebenso daraufhin, wie wichtig es sei, Heranwachsenden die Bedeutsamkeit solcher Werte wie denen der Gleichstellung von Frauen und Männern zu vermitteln. "Auch wenn der 12. November 1918 gemeinhin als der Startschuss für das Frauenwahlrecht in Deutschland gesehen wird, wurden in der Zeit des Dritten Reiches auch alle gleichstellungspolitischen Fortschritte wieder rückgängig gemacht." Es sei daher wichtig, dass demokratische Grundwerte nicht als selbstverständlich angesehen werden, sondern als kostbare Güter, die es zu verteidigen gelte.

Schleswig-Holsteins erste – vom damaligen SPD-Ministerpräsidenten Björn Engholm berufene – Frauenministerin Gisela Böhrk forderte auch, dass Frauen sich im Beruf mehr zutrauen sollten. Häufig würden Frauen sich trotz guter Qualifikationen nicht auf höhere Positionen bewerben, da sie häufig deutlich selbstkritischer seien als ihre männlichen Kollegen. Kristin Blankenburg, die neben ihrem politischen Engagement als Erzieherin arbeitet, sprach sich ebenfalls für ein Umdenken auf dem Arbeitsmarkt aus. "Ich arbeite in einem Beruf, der hauptsächlich von Frauen ausgeübt wird, weil Frauen noch immer mütterliche Eigenschaften nachgesagt werden." Die klassische Unterteilung in Männer- und Frauenberufe sei zu überwinden.

Einig waren sich alle, dass der Kampf um die Durchsetzung gleicher Rechte für Frauen und Männer weiter gehen muss. Dazu Hiller-Ohm: "Die SPD-Bundestagsfraktion hat in den letzten Jahren wichtige Vorhaben durchsetzen können, wie eine Frauenquote für Aufsichtsräte, gesetzliche Regeln für Transparenz bei Löhnen für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern oder aktuell die Einführung der Brückenteilzeit. Auch das Gute-Kita-Gesetz trägt zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Die SPD kämpft weiter für die Durchsetzung echter Gleichstellung!"

Die Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm hatte zu der Veranstaltung eingeladen.

Die Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm hatte zu der Veranstaltung eingeladen.


Text-Nummer: 126065   Autor: Büro HO   vom 12.11.2018 19.15

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