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Freitag,
der 14. Dezember 2018






Nordische Filmtage zeigen Buddenbrooks von 1924

Gleich mehrere Male ist im Lauf der letzten hundert Jahre Thomas Manns Roman „Buddenbrooks“ verfilmt worden. Einem breiten Publikum sind jüngere Verfilmungen vertraut. Kaum jemand kennt jedoch den ersten Buddenbrook-Film aus dem Jahr 1924. Am kommenden Mittwoch, 21. November, ist er in der Musikhochschule zu erleben.

Das geschieht in einer Kooperation zwischen Musikhochschule und den Nordischen Filmtagen. Aus Anlass des 60. Jahrgangs der Filmtage hat das Team um Linde Fröhlich die Idee verwirklicht, in jedem Monat einen Film zu zeigen, der etwas mit Lübeck zu tun hat oder hier entstand. Vorgeführt wurden die sehr unterschiedlichen Produktionen jeweils an einem besonderen Ort. Dieses Mal also im Konzertsaal der Musikhochschule.

Auch das hat einen Grund. Stummfilme wurden schon in den zwanziger Jahren in den Kinos gern mit Live-Musik unterlegt. Oft saß jemand am Klavier oder an der Kino-Orgel, um die Stimmung des Films musikalisch zu verstärken. Für den Stummfilm „Buddenbrooks“ des Regisseurs Gerhard Lamprecht taten sich Studierende der Hochschule zusammen. Unter Leitung von Professor Franz Danksagmüller schneiderten sie ein passendes musikalisches Gewand für den in der Mengstraße und an anderen Orten der Altstadt gedrehten Schwarzweißfilm.

Thomas Manns erster bedeutender Roman über den „Verfall einer Familie“, seiner Familie, entstand 1900, wurde zu Beginn des Jahres 1901 zunächst als zweibändige gebundene Ausgabe gedruckt. Diese Ausgabe war kein Verkaufsschlager. Erst als eine einbändige, kostengünstige Volksausgabe nachgeschoben wurde, begann der Erfolg. Inzwischen hatte sich nämlich herumgesprochen, dass das bürgerliche Lübeck voll Empörung auf das Buch reagierte. Etliche stadtbekannte Persönlichkeiten erkannten sich wieder.

In Lübecker Buchhandlungen wurden unter dem Ladentisch Listen gehandelt, die verrieten, wer gemeint war. Obwohl Thomas Mann in den Jahren danach bedeutendere Werke geschrieben hat, war der Erfolg von „Buddenbrooks“ so eindeutig, dass ihm 1929 für dieses Buch der Literatur-Nobelpreis verliehen wurde. Lübecker Literaturfreunde weisen auch gern darauf hin, dass der Roman „Buddenbrooks“ heißt – die erste Verfilmung übrigens auch – und nicht „Die Buddenbrooks“.

Gerade weil spätere, viel aufwendigere Verfilmungen bekannt sind, ist das Kennenlernen dieser filmischen „Urfassung“ sicher von besonderem Interesse. Im Mittelpunkt des Films steht übrigens Thomas Buddenbrook, der die Firma durch schwierige Zeiten steuern muss. Laut Berichten von Fachleuten ist jedoch auch der Christian Buddenbrook von Alfred Abel eine gelungene Charakterstudie.

Die Filmvorführung beginnt am Mittwoch, 21. November 2018, um 19.30 Uhr in der Musikhochschule. Karten gibt es an bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse. Sie kosten 19 beziehungsweise 14 Euro, ermäßigt 12 und acht Euro. Der Film dauert 85 Minuten. Eine Einführung hält Britta Dittmann vom Buddenbrookhaus.

Am Mittwoch ist der erste Buddenbrook-Film in der Musikhochschule zu erleben. Foto: Filmmuseum Berlin/Stiftung Deutsche Kinemathek

Am Mittwoch ist der erste Buddenbrook-Film in der Musikhochschule zu erleben. Foto: Filmmuseum Berlin/Stiftung Deutsche Kinemathek


Text-Nummer: 126132   Autor: TD   vom 15.11.2018 10.23

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