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Dienstag,
der 11. Dezember 2018






Gedenken am Volkstrauertag

An zahlreichen Orten wurde am Sonntag in Lübeck den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Der Volksbund Deutscher Kyffhäuser, Kreisverband Lübeck und der Verband der Reservisten, Reservistenkameradschaft 3 Lübeck, hatten zur Feierstunde in den Dr. Zippel Park eingeladen.

Nach der Air aus der Orchestersuite Nr. 3 D-Dur von Johann Sebastian Bach eröffnete Pastorin Anja Möller das gemeinsame Gedenken. Frau Pastorin Möller erinnerte an jene Tage des Kriegsausbruches des ersten Weltkrieges, wie in Travemünde in Café’s und Kneipen Marschmusik gespielt wurde und die Soldaten mit Blumen im Gewehrlauf ins Feld zogen. "Es gab schon damals Stimmen die sagten, ihr schießt nicht mit Blumen, es werden Schrapnelle und Mörser sein, Maschinengewehre und Giftgas."



"Verheerende Stellungskriege führten zu Millionen von Toten", so die Pastorin. K"riege brechen nicht einfach so aus wie eine Naturkatastrophe, sie beginnen von Menschenhand und sie haben Folgen. So brachte der erste Weltkrieg mit elf Millionen Toten keinen Frieden, sondern es folgte der zweite Weltkrieg mit 55 Millionen Toten. Kriege haben nicht aufgehört. Wir müssen den Zeitzeugen zuhören wie Kriege unmenschlich und schlimm sind und wir müssen daraus lernen, den Frieden nicht zu verspielen. Es fällt schwer, auf dieses alles hinzuhören und hinzusehen. Aber es passiert immer noch. Wir müssen lernen zu streiten, ohne zu verletzen. Wir gedenken den vielen Toten und den Überlebenden. Und so gedenken wir auch in den Krisengebieten den Toten, Angehörigen, Verletzten, Pflegern, Ärzten und Schwestern. Als Christin bitte ich Dich Herr, richte unsere Füße auf den Weg des Friedens."



Nach den Worten von Pastorin Anja Möller folgte das Trompetensolo "Ich hatt‘ einen Kameraden", vorgetragen von Andreas Schmidt.



Danach legten die Vertreter der Verbände und der Stadt ihre Kränze nieder: Hansestadt Lübeck, Gemeinnütziger Verein zu Travemünde e.V., Freiwillige Feuerwehr Travemünde, SPD Ortsverein Travemünde, Kyffhäuserbund gemeinsam mit dem Verband der Reservisten, CDU Travemünde, SoVD OV Travemünde und Travemünder Liedertafel von 1843 e.V..

Nach dem Choral "Lobe den Herren" erinnerte RK-Vorsitzender Ben Beuthien in seinen Schlussworten an Berthold Brecht über die Auswirkungen der Kriege. Sie hätten nichts von ihrer Aktualität verloren: "Das große Karthago führte zwei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, es war noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten. Wir gedenken heute am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Die bedrückenden Schicksale dürfen wir nie vergessen: sie sollen uns daran erinnern, Tag für Tag für den Frieden einzutreten. Unsere Gedanken sind auch bei den deutschen Soldaten, Polizisten und Zivilisten in den Krisengebieten welche die dort lebenden Menschen darin unterstützen, irgendwann wie bei uns in Frieden leben können. Ich wünsche mir, so Beuthien, dass diese Frauen und Männer wohlbehalten wieder zu uns nach Deutschland zurückkehren." Die Gedenkfeier schloss mit der dritten Strophe des "Liedes der Deutschen".

An zahlreichen Orten in Lübeck wurde am Sonntag der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Fotos: Karl Erhard Vögele

An zahlreichen Orten in Lübeck wurde am Sonntag der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Fotos: Karl Erhard Vögele


Text-Nummer: 126221   Autor: KEV   vom 18.11.2018 16.22

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