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Dienstag,
der 11. Dezember 2018






Michael Haydn – Eine Entdeckung in St. Gertrud

Ein volles Haus beziehungsweise eine volle St. Gertrud-Kirche hatte Kantor Peter Wolff am Volkstrauertag bei seinem Herbstkonzert. Dabei stand ein Werk im Mittelpunkt, das häufiger aufgeführt werden sollte, das Requiem von Michael Haydn. Es gab viel Applaus für eine gelungene Aufführung.

Michael Haydns Werke stehen im Schatten seines berühmteren, fünf Jahre älteren Bruders Joseph. Aber auch bei Michael Haydn kommen an die 800 Werknummern zusammen. Sein Requiem komponierte der 1737 geborene Michael Haydn zum Tod des Erzbischofs von Salzburg, seines Förderers. Erzbischof Sigismund Graf Schrattenbach starb im Dezember 1771. Das Requiem entstand angeblich innerhalb von zwei Wochen. Drei Aufführungen gab es im Januar 1772. Wolfgang Amadeus Mozart, mit Michael Haydn befreundet, war dabei. Manche Musikwissenschaftler meinen, Haydns Komposition habe ein Leben lang in Mozart nachgewirkt und sein eigenes Requiem KV 626 beeinflusst.

Peter Wolff hatte einen großen Aufführungsapparat beisammen. Das waren die Sängerinnen und Sänger der Kantoreien aus dem Stadtteil St. Gertrud, die Vocapella und die Sinfonietta Lübeck sowie Gesangssolisten. Der Chorraum von St. Gertrud reichte gerade aus. Allen Beteiligten darf bescheinigt werden, dass die Hingabe an die Musik zu einer geschlossenen Aufführung führte.

Der große Chor brachte sich voll ein, gut besetzt in allen Stimmen, was zum Beispiel bei der Fuge „Quam olim Abrahae“ zu hören war. Auch das Orchester, die Sinfonietta Lübeck, klang mit Durchschlagskraft und sauberer Intonation. Es macht sich eben doch bemerkbar, wenn ein eingespieltes Ensemble mitwirkt.


Bei den Solisten musste Peter Wolff kurzfristig umdisponieren, da die beiden Herren aus Gesundheitsgründen abgesagt hatten. Gut, dass über die Musikhochschule noch Kontakte zu Ehemaligen oder Sängern nach den ersten Studienabschlüssen bestehen. So konnte Sargis Mzikyan, aus Armenien stammend, die Tenorpartie übernehmen, während der Iraner Milad Kuhpai für den erkrankten Basskollegen einsprang. Sie erfüllten ihre Aufgaben überzeugend, ebenso die Damen Zsuzsa Bereznai (Sopran) und Lidwina Wurth (Alt), die in Lübeck ihren Freundeskreis haben.

Als Einleitungsteil des Konzertes hatte Peter Wolff neun der zwölf Sätze aus dem „Stabat mater“ von Giovanni Battista Pergolesie gewählt, ausgeführt von den Solistinnen und den Streichern der Sinfonietta. Zsuzsa Bereznai und Lidwina Wurth verbanden sich in den Duetten, versahen ihre Arien mit barocken Verzierungen. So war auch dieser Teil des Konzertes eine schöne Erinnerung an einen Komponisten, der nur 26 Jahre alt wurde.

Peter Wolff wählte hierbei sehr frische, fast schwungvolle Tempi, was dem Charakter der italienischen Musik durchaus entspricht. Natürlich folgten die Mitwirkenden beim Requiem ebenso bereitwillig den deutlichen Zeichen vom Pult.

Ein volles Haus beziehungsweise eine volle St. Gertrud-Kirche hatte Kantor  Peter Wolff am Volkstrauertag bei seinem Herbstkonzert. Foto: JW

Ein volles Haus beziehungsweise eine volle St. Gertrud-Kirche hatte Kantor Peter Wolff am Volkstrauertag bei seinem Herbstkonzert. Foto: JW


Text-Nummer: 126244   Autor: TD   vom 19.11.2018 12.11

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