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Handball: VfL empfängt Emsdetten

Der VfL Lübeck-Schwartau empfängt am 15. Spieltag den TV Emsdetten. Form bestätigen, Ergebnis optimieren - das ist die Devise für das Heimspiel des VfL Lübeck-Schwartau am Freitagabend.

Ein Rückblick auf das Spiel gegen TuSEM Essen: "Das war mit Abstand unser bestes Auswärtsspiel. Leider haben wir uns dafür nicht belohnt", sagte ein enttäuschter VfL-Trainer Torge Greve. Der Favorit wankte, aber er fiel nicht, auch weil den Lübeckern vielleicht in den entscheidenden Momenten die Kaltschnäuzigkeit fehlte. So musste die Heimreise auch nach diesem Spiel ohne Punkte angetreten werden.

Naturgemäß ist die Enttäuschung nach einem erfolglosen Kraftakt groß. Positives kann und muss aber auch mitgenommen werden: zum Beispiel Dennis Klockmann, eine der großen Konstanten in dieser Saison. Ebenso war es gut zu sehen, dass der VfL nach zwei Niederlagen Moral bewiesen hat, nach einem Rückstand wieder aufgestanden ist und dem Tabellen-Zweiten alles abverlangt hat. Und zu guter Letzt die Rückkehr von Pawel Genda, der nach seinem Nasenbeinbruch mit sechs Toren gleich erfolgreichster Werfer seines Teams war. Greve: "Jetzt müssen wir den Frust, den Ärger in Energie umwandeln." Genau das soll der TV Emsdetten zu spüren bekommen.

Emsdetten ist das Urgestein der 2. Handball-Bundeliga. Seit 1985 waren sie nur zwei Jahre nicht in dieser Spielklasse vertreten und führen damit auch folgerichtig die ewige Tabelle der 2. Liga unangefochten an. Der VfL Lübeck-Schwartau belegt in dieser Rangfolge übrigens den 15. Platz.

Aktuell sind die Nordrhein-Westfalen Achter und stehen damit um eine Position besser da als die Lübecker. Die ersten 14 Spiele lassen auch erahnen, wozu der TV Emsdetten im Stande ist. Siege gegen den TuS N-Lübbecke oder in Hüttenberg seien hier genannt. Aber auch deutliche Niederlagen gehören zum Saisonverlauf dazu, wie das 21:35 gegen Coburg oder das 20:33 gegen Nordhorn. Ist das Team von Trainer Daniel Kubes also die Wundertüte der 2. Bundesliga? "Keine Frage, Emsdetten verfügt über eine starke Mannschaft. Man könnte vielleicht zusammenfassen: kleiner Kader, hohe Qualität", verrät Torge Greve seine Sicht auf den kommenden Gegner. "Insbesondere die erste Sieben hat es in sich, sie erzeugen mit Spielern wie Bozovic oder Wesseling viel Gefahr aus dem Rückraum."

Genau diesen Rückraum will der VfL Lübeck-Schwartau nicht zur Entfaltung kommen lassen. "Wir werden mit allem dagegenhalten, was in uns steckt. Die Trainingswoche hat mir gezeigt, dass die Jungs die unglückliche Niederlage gegen Essen zwar nicht vergessen, aber dennoch verarbeitet haben, unsere Formkurve zeigt wieder nach oben", so Greve. "Wir wollen uns gegen Emsdetten von der ersten Minute als starke und gefestigte Einheit präsentieren und mit den Fans im "Rücken ein tolles Spiel abliefern. Insofern freuen wir besonders, dass wir wieder ein Heimspiel haben."

Mit von der Partie ist dann natürlich auch wieder Pawel Genda. Der polnische Nationalspieler hat seinen ersten Einsatz nach dem Nasenbeinbruch gut überstanden und brennt wie der Rest der Mannschaft auf das Spiel. Weiterhin fehlen werden allerdings Tim Claasen, Toni Podpolinski und Marcel Möller.

Der VfL Lübeck-Schwartau hat keine guten Erinnerungen an die letzten beiden Spiele gegen den TVE. Auswärts endete die Partie deutlich mit 22:32 aus Lübecker Sicht, das Heimspiel musste man mit 24:25 verloren geben. "In der letzten Saison war bis auf blaue Flecke nichts gegen den TV Emsdetten zu holen", erinnert sich VfL-Coach Greve und bezieht sich dabei auch auf die harte Gangart des TVE. "Sowohl die beiden Niederlagen waren schmerzhaft, als auch ihr Zustandekommen. Es ist an der Zeit, nicht nur ein gutes, sondern auch ein erfolgreiches Spiel gegen Emsdetten abzuliefern." Und das beginnt am Freitag um 19.30 Uhr in der Lübecker Hansehalle.


Text-Nummer: 126330   Autor: VfL   vom 22.11.2018 13.29

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