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Dienstag,
der 11. Dezember 2018






40 Jahre Autonomes Frauenhaus in Lübeck

40 Jahre Autonomes Frauenhaus in Lübeck bedeuten vierzig Jahre Engagement und Kampf gegen Männergewalt. Vom 1. Januar bis zum 31. Oktober 2018 haben 173 Frauen und 224 Mädchen und Jungen Unterkunft im Autonomen Frauenhaus gefunden.

Anke Kock vom Autonomen Frauenhaus Lübeck:

(") Es ist kein Ende der häuslichen Gewalt und der kriminellen Handlungen von Männern jeden Alters, alter Schichten und Nationalitäten abzusehen. Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung und etwa 30 000 Frauen und Kinder suchten im vergangenen Jahr 2017 Unterstützung in 350 Frauenhäusern und in 600 Frauenberatungsstellen.

Laut der Presseerklärung der Ministerin Giffey haben mehr als 690 000 Frauen Gewalt durch Lebensgefährten, Ehemänner oder Expartner erleben müssen. So drastisch wird die Anzahl der von gewaltbetroffenen Frauen aber nicht dokumentiert, sondern es ist von den 20 Prozent Frauen die Rede, die aus der Bundeskriminalstatistk hervorgehen, also etwa 139.000 Frauen.

155 Frauen, die für sich und ihre 255 Kinder nach einem Platz gefragt haben, mussten wir enttäuschen und an weitere Häuser in Deutschland verweisen.

Die Hansestadt Lübeck hat bereits seitens der Verwaltung und der Politik reagiert und in Lübeck die Frauenhausplätze um 14 Plätze erhöht. Diese schnelle kommunalpolitische Reaktion hat uns sehr gefreut und wir sind dankbar. Seitens des Landes, in dessen Zuständigkeit die Frauenhäuser sind fehlen bis heute vergleichbare Entscheidungen auch. Das Land Schleswig-Holstein fördert seit den 1990ziger Jahren die Frauenhäuser und eine landesweite Platzaufstockung ist mehr als überfällig.

Jede Frau, jeder Sohn und jede Tochter, die im Frauenhaus Unterkunft und Unterstützung suchen, startet neu durch und plant mit Hilfe der Beratung und des gegenseitigen solidarischen Handelns im Frauenhausalltag die Zukunft ohne Gewalt. Gemeinsam mit den Mitbewohnerinnen im Frauenhaus beginnen die Frauen ihre persönliche Erfolgsgeschichte zu schreiben. Das Augenmerk auf die Erfolge der Frauen zu richten und die und Ressourcen und Kompetenzen zu stärken ist die Hauptaufgabe der Arbeit in den Frauenhäusern. "Jeder Tag im Frauenhaus kann ein Treppchen auf dem Weg nach oben sein."

Die Theaterproduktion "Herstory" schildert genau dies beeindruckend und ergreifend. In einer Kooperation mit dem Verein Frauen helfen Frauen und dem Theater Lübeck haben sich 12 Frauen auf die Suche nach Frauengeschichten und Frauengeschichte begeben. Musik, Malerei, Moritat und Monologe werden von starken Frauen auf die Bühne gebracht. Alle haben eines gemeinsam, sie wissen Bescheid und sie kennen sich mit der Benachteiligung und der Diskrimierung von Frauen aus. Physische und sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist nur die Spitze des Eisberges der Ungleichberechtigung.

"Herstory" ist noch an zwei Abenden im Jungen Studio im Theater Lübeck am Mittwoch, 28. und Donnerstag, 29. November 2018 um 20 Uhr in der Beckergrube zu sehen. (")

Telefon: 0451 - 66 0 33


Text-Nummer: 126392   Autor: red.   vom 26.11.2018 09.15

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