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Dienstag,
der 11. Dezember 2018






Übung im Tunnel: Feuerwehr zieht positive Bilanz

Am Samstagabend fand im Herrentunnel eine Übung von Feuerwehr und Rettungsdienst statt. Das Ergebnis: Die Konzepte und auch die neue Funkanlage im Tunnel haben einwandfrei funktioniert.



"Der Einsatz wurde innerhalb von rund 90 Minuten erfolgreich abgearbeitet und die bestehenden Konzepte sowie die neue Gebäudefunkanlage haben einwandfrei funktioniert. Auch das Zusammenspiel mit allen beteiligten Hilfsorganisationen, Behörden und dem Tunnelbetreiber wurde hier erneut überprüft. Wir haben mehrere Übungsbeobachter aufgestellt. So ist es uns nun im Nachgang möglich, etwaige Anpassungsbedarfe unserer Konzepte zu erkennen und anschließend im Rahmen einer Überarbeitung umzusetzen", so Christoph Funk, Übungsleiter der Feuerwehr und zuständig für die Einsatzplanung bei der Feuerwehr Lübeck. "Jetzt, am Übungsende, möchte ich mich noch einmal bei allen Mitwirkenden und Helfern recht herzlich für die Unterstützung bedanken", sagt Sven Brüning, Geschäftsführer der Herrentunnel Lübeck GmbH & Co.KG.



Für den Gefahrenfall sind speziell auf den Herrentunnel abgestimmte Handlungsabläufe für unterschiedliche Notfälle mit den Einsatzdiensten festgelegt. Die Richtlinie für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT) sieht vor, dass diese Handlungsabläufe regelmäßig unter möglichst realistischen Bedingungen geübt werden. Die erste Großübung im Herrentunnel fand noch vor dessen Eröffnung im August 2005 statt. Zwischenzeitlich erfolgte eine weitere und zwei reale Ereignisse (ein Lkw mit geplatztem Kühler und extremer Wasserdampfentwicklung sowie ein Auto-Brand) wurden im Nachhinein gemäß der Richtlinie als Ersatz für Vollübungen gewertet. Anfang 2017 fand als letzte Übung eine Anfahrtsübung der Feuerwehr Lübeck statt. Dabei wurde die Anfahrt der Einsatzkräfte zu beiden Tunnelportalen und des Einsatzleitdienstes zur Tunnelleitwarte, die Lageerkundung des Einsatzleitdienstes im Tunnelleitstand sowie die Einsatz-Taktik hinsichtlich Angriffsweg, Entrauchung, Kräfteansatz, Wasserversorgung und Evakuierung über Querschläge anhand des Szenarios "Klein-Lkw bleibt mit brennendem Hinterrad im Tunnel stehen" geübt.

Tipps der Feuerwehr: Unfall im Tunnel - Das ist zu tun!

Es zeigt sich immer wieder, dass die genaue Ortung eines Ereignisses im Tunnel und damit die Einleitung von Hilfsmaßnahmen am schnellsten möglich ist, wenn die Tunnelnutzer die Meldeeinrichtungen in den Notrufnischen benutzen und nicht ihr Mobiltelefon. Notrufe über Mobiltelefone erschweren die Standortbestimmung und verzögern gefahrenabwehrende Maßnahmen. Von den Notrufnischen aus existiert eine direkte Sprechverbindung zur ständig besetzten Tunnelleitwarte. Gleichzeitig wird die diesem Bereich zugeordnete Videokamera auf die Monitore der Tunnelleitwarte geschaltet und so Sichtkontakt hergestellt. Außerdem kann in der Notrufnische über einen Handmelder Feueralarm ausgelöst werden. Die Tunnelleitwarte veranlasst die weiteren Maßnahmen.

Die Feuerwehr zieht ein positives Fazit der Übung. Fotos: Feuerwehr

Die Feuerwehr zieht ein positives Fazit der Übung. Fotos: Feuerwehr


Text-Nummer: 126423   Autor: Feuerwehr/red.   vom 26.11.2018 18.44

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