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Montag,
der 17. Dezember 2018






Ronja Räubertochter und das Lied der Freundschaft

Dichtes Stimmengewirr und laute Rufe im Großen Haus des Lübecker Theaters. Als der Vorhang aufgeht, steigert sich der Redeschwall zum Orkan. Mehr als 800 Mädchen und Jungen erlebten am Freitagmorgen die Premiere des Weihnachtsstückes "Ronja Räubertochter". Am Schluss gab es Klatschmärsche und die Wiederholung des einen oder anderen Musiktitels.



"Ronja Räubertochter" ist eines der letzten Kinderbücher der großen schwedischen Autorin Astrid Lindgren. Eine preisgekrönte Verfilmung war vor vielen Jahren bei den Nordischen Filmtagen zu sehen. Jetzt also eine Theaterfassung von Barbara Hass, die von Anna Werner mit viel Aufwand und Liebe zum Detail auf die Bühne gebracht wurde.

Margrit Flagner schuf dafür die passende Kulisse, den Räuberwald mit Höhlen, Hütten, Höllenschluchten, mit Burgen und Behausungen, mit Bäumen, die vom Himmel schwebten und in ihren Farben die Jahreszeiten illustrierten. Katharina Leu entwarf bunte oder erdfarbene Kostüme.

Im Wald hausen zwei Räuberbanden, deren Häuptlinge sich spinnefeind sind. Per Zufall lernen sich die Kinder kennen, Ronja und Birk. Natürlich sind sie durch ihre Erziehung voreingenommen und beschimpfen sich. Aber als sie sich gegenseitig aus lebensbedrohender Gefahr retten, lernen sie sich besser kennen und singen schließlich, wenn auch nicht ohne Unterbrechung und Krisen, das hohe Lied der Freundschaft, in das endlich auch die Alten einstimmen.

Anna Werner weiß, dass Kinder schnell ungeduldig und unruhig werden. Sie bemüht sich deshalb, die Szene nie lange ruhig und harmonisch ausschauen zu lassen. Da passiert eigentlich immer etwas. Die Erde donnert zu Beginn, so das Felsen fliegen und die Burg auseinanderbricht. Da lauern Gefahren in Gestalt von Graugnomen, Rumpelwichten oder krallenbewehrten fliegenden ilddruden. Da kann man herrlich über Dächer und auf Berge klettern, wenn auch nicht gefahrlos, wie sich zeigt.

Nadine Boske (Ronja) und Maximilian Hildebrandt (Birk) waren nicht nur in Spiellaune, sondern fast im Spielrausch. Die Erwachsenen tun sich schwerer, die neuen Zeiten zu begreifen. Die Mütter (Ulrike Knospe und Rebecca Marie Mehne) besinnen sich früher auf die Mitmenschlichkeit als die Herren der Räuberbanden (Peter Grünig und Jochen Weichenthal). Glatzen-Per (Sven Simon) ist schon altersweise geworden. Er führt auch als Erzähler durch die Wälder. Fast alle sind übrigens mit Doppel- und Mehrfachrollen betraut, müssen sich während der 80 Minuten Spieldauer immer wieder umziehen, auf Knien oder auf Beinen laufen oder durch die Lüfte segeln.

Peter Imig hat für die Musik gesorgt, die er und Jonathan Wolters als Muli-Instrumentalisten wirkungsvoll umsetzen. Den Kindern gefiel es immer dann am besten, wenn "Action" angesagt war, bei Prügelszenen oder Kämpfen zwischen Menschen und Gnomen. Das Stück steht in den kommenden Wochen viele Male auf dem Spielplan, für Schulklassen oder für Familien mit Kindern ab sieben Jahren.

Die Abenteuer von Ronja Räubertochter hatten am Freitagvormittag Premiere. Fotos: Falk von Traubenberg

Die Abenteuer von Ronja Räubertochter hatten am Freitagvormittag Premiere. Fotos: Falk von Traubenberg


Text-Nummer: 126529   Autor: TD   vom 30.11.2018 13.50

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