Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

HL-live.de

Montag,
der 17. Dezember 2018






Focus Studie: Polizei Gewerkschaft fordert Konsequenzen

Das Nachrichtenmagazin "Focus" hat die gefühlte Sicherheit in Städten und Landkreisen untersuchen lassen. Das Ergebnis: Lübeck kommt auf Platz 399 von 401 (wir berichteten am 23. November). Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert Konsequenzen.

Wir veröffentlichen die Mitteilung der Deutschen Polizeigewerkschaft im Wortlaut:

(")Am 1. Dezember veröffentlichte das Nachrichtenmagazin FOCUS eine Studie des renommierten Meinungsforschungsinstituts Allensbach zu Kriminalitätsgefahren in Deutschland. Das Risiko, Oper einer Straftat zu werden, ist demnach für Menschen in Deutschland extrem ungleich verteilt.

Die Leiterin des Forschungsinstituts spricht resümierend von einer "Erosion des Vertrauens" der deutschen Bevölkerung in den Staat und erkennt ein kontinuierliches Wachsen des "Bedrohungsgefühls der Bürger".

Die DPolG mahnt schon seit langem, dass die jährlich veröffentlichte Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS) nicht die tatsächlich vorhandene Kriminalitätslage widerspiegelt. Die Gründe hierfür liegen unter anderem an einem ausgesprochen hohen Dunkelfeld in manchen Deliktsbereichen, bei denen Straftaten gar nicht erst bei der Polizei angezeigt werden oder sie aus anderen Gründen der Polizei nicht zur Kenntnis gelangen.

Insofern sind auch die derzeit zurückgehenden Kriminalitätszahlen in Schleswig-Holstein zwar grundsätzlich erfreulich, jedoch gleichzeitig mit Vorsicht zu genießen.

Festzustellen ist aus Sicht der DPolG jedenfalls, dass das subjektive Sicherheitsgefühl in Deutschland beständig zurückgeht und in der Tat das Vertrauen der Bürger in den Schutz, den der Staat und damit auch die Polizei bietet, abnimmt.

Mit großer Sorge nimmt die DPolG zur Kenntnis, dass nach der Allensbach-Studie im bundesweiten Vergleich gleich zwei Städte in Schleswig-Holstein zu denjenigen zählen, die als besonders unsicher mit Blick auf das Kriminalitätsrisiko zu gelten haben. Auf Platz 1 steht demnach Neumünster, Platz 3 der Studie belegt die Hansestadt Lübeck.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist laut FOCUS, dass die Bürger sich deutlich mehr polizeiliche Präsenz auf den Straßen und in den Städten wünschen. Sichtbare polizeiliche Präsenz ist auch nach Bewertung der DPolG ein deutlicher Gradmesser für das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.

In diesem Zusammenhang sagt Thomas Nommensen, Kreisvorsitzender der DPolG Lübeck-Ostholstein (zugleich stellvertretende Landesvorsitzender):

Die DPolG begrüßt grundsätzlich, dass die Kieler Jamaika-Koalition die Pläne der Vorgängerregierung zur personellen Verstärkung der Landespolizei um 500 zusätzliche Stellen fortsetzt. Zugleich mahnt die DPolG an, dass dieser Stellenaufbau bei Weitem nicht ausreicht, um die vorhandenen personellen Lücken auf den Dienststellen im Land zu schließen. Weitere Schritte müssen folgen!

Die DPolG Lübeck-Ostholstein kritisiert jedoch die Entscheidung der Amts- und Behördenleiter der Landespolizei, welche vor wenigen Wochen im Rahmen einer Tagung getroffen wurde. Demnach erhält die größte Polizeidirektion (PD) in Schleswig-Holstein, die PD Lübeck, von den 500 zusätzlichen Stellen den geringsten Anteil.

Weniger als 40 Stellen gehen hiervon zur PD Lübeck, die den Bereich der Hansestadt Lübeck sowie den Kreis Ostholstein umfasst. Damit erhält Lübeck ungefähr die Hälfte weniger Stellenzuwachs, als beispielsweise die PD Flensburg.

Zwar sind Neiddebatte innerhalb der Landespolizei nicht zielführend, jedoch ist nach Bewertung der DPolG festzustellen, dass die Entscheidung zur Stellenverteilung nicht der tatsächlichen Arbeitsbelastung in der Landespolizei gerecht wird. Die Entscheidung wurde nach Berechnungskriterien gefällt, die veraltet sind und daher gar nicht mehr hätten angewandt werden dürfen.

Die DPolG stellt fest, dass die Verteilung der 500 zusätzlichen Beamten in der Landespolizei, nicht zuletzt auch mit Blick auf die Allensbach-Studie, hätte sachgerechter erfolgen müssen. Wir fordern das Innenministerium auf, die Entscheidung der Polizeiführung diesbezüglich zu prüfen und auf eine gerechtere Verteilung zu bestehen, die sich an den tatsächlichen Kriminalitäts- und Arbeitsbelastungen orientiert.(")

Wie sicher ist Lübeck? Die Gewerkschaft fordert mehr Personal für die Polizeidirektion Lübeck.

Wie sicher ist Lübeck? Die Gewerkschaft fordert mehr Personal für die Polizeidirektion Lübeck.


Text-Nummer: 126564   Autor: DPolG/red.   vom 02.12.2018 12.48

Text teilen: auf facebook +++ auf google+ +++ Über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Adventskalender
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.