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Montag,
der 17. Dezember 2018






Gedenkkonzert zum Kniefall von Warschau

Zu einem "Tanz-Licht-Musik-Raum" im Gedenken an den 7. Dezember 1970 lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Freitag, 7. Dezember, um 19.30 Uhr in Kooperation mit der Musikhochschule Łódź und der "Stiftung zum 7. Dezember 1970" in die St. Jakobi Kirche zu Lübeck ein.

Willy Brands Kniefall am Mahnmal des Warschauer Ghettos war eine besondere Geste und machte den Weg frei für ein neues Denken und einen anderen Umgang mit den damaligen Ostblockstaaten. Studierende und Pädagogen der Musikhochschulen Lübeck und Łódź bringen das Ereignis mit einem außergewöhnlichen Raumklang an drei Kirchenorgeln, Live-Elektronik und Schlagzeug in St. Jakobi eindrucksvoll zu Gehör. Tanz, Licht- und Videoinstallationen begleiten das Konzert, das von Professor Franz Danksagmüller geleitet und von der "Stiftung 7. Dezember 1970" gefördert wird.

Zu erleben sind unter anderem Werke polnischer und deutscher Komponisten des 20. Jahrhunderts sowie Improvisationen, die von choreografischen Bildern begleitet werden. In stimmungsvoller Beleuchtung der Kirche werden die Videoprojektionen mit historischem Filmmaterial und eigens produzierten Videos des Görlitzer Filmproduzenten Steffen Cieplik an verschiedenen Standorten in der Kirche gezeigt. Franz Danksagmüller (Lübeck), Elżbieta Aleksandrowicz und Krzysztof Urbaniak (beide Łódź) koordinieren das Projekt. An den Orgeln spielen Lukas Mosur (Łódź) sowie die MHL-Kirchenmusikstudierenden Maja Vollstedt, Sarah Proske und Fabio Paiano, der das Projekt im Rahmen seiner Semesterarbeit organisiert hat.

Die Performance thematisiert verschiedene zeitliche Ebenen der vergangenen mehr als 70 Jahre. Videoaufnahmen berichten von den damaligen Ereignissen und werden mit Improvisationen und eigens für das Konzert komponierter Musik zu einem Gesamtkunstwerk. "Wir gestalten unser Kunstwerk mit sehr vielen unterschiedlichen und ungewöhnlichen Elementen. Sie werden von Dozierenden und Studierenden beider Hochschulen getrennt voneinander vorbereitet und in St. Jakobi zusammengesetzt", erläutert Franz Danksagmüller. Sechs Tänzerinnen, zwei Studierende und zwei Dozierende aus dem polnischen Łódź kommen dafür in die Hansestadt.

Die "Stiftung zum 7. Dezember 1970" initiiert am Jahrestag des Kniefalls regelmäßig ein Konzert in einer der vier Lübecker Innenstadtkirchen. Der ehemalige Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Rolf Grasse hat die Stiftung ins Leben gerufen, um die Erinnerung an den "Kniefall von Warschau" wachzuhalten. Diese Geste des früheren Bundeskanzlers und Friedensnobelpreisträgers Willy Brandt sorgte als Zeichen der Versöhnung weltweit für Aufsehen. Im Anschluss an das Konzert besteht die Möglichkeit zum Gedankenaustausch. Der Eintritt zum Gedenkkonzert ist frei, um Spenden wird gebeten.

Das Konzert erinnert an die Geste des Lübeckers Willy Brandt am 7. Dezember 1970.

Das Konzert erinnert an die Geste des Lübeckers Willy Brandt am 7. Dezember 1970.


Text-Nummer: 126670   Autor: MHL   vom 06.12.2018 18.03

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