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HL-live.de

Sonntag,
der 24. März 2018






Weihnachtssingen der Knabenkantorei mit Uraufführungen

Es gehört inzwischen zu Lübeck wie die Weihnachtsmärkte oder das Holstentor, das Weihnachtssingen der Lübecker Knabenkantorei. Vor 70 Jahren gab es das zum ersten Mal als einmalige Veranstaltung. Inzwischen werden vier Termine angesetzt, und auch beim zweiten Auftritt der jungen Sänger am Mittwochabend in St. Jakobi war die Kirche voll.

Die Knaben unter Leitung von Karl Hänsel sind auch in diesem Winter auf Wanderschaft. Eigentlich gehören sie und diese Konzerte in die Marienkirche. Aber dort ist noch immer die Heizung ausgefallen, so dass der Chor zweimal in St. Jakobi und zweimal im Dom zu Gast ist. Mitgekommen war Marienorganist Johannes Unger. An der Hauptorgel von St. Jakobi spielte er zarte Überleitungen und auch große Literatur, zum Beispiel eine Pastorale von Josef Gabriel Rheinberger oder einen Carillon des Franzosen Henri Mulet.

Vor dem Beginn erfüllte großes Stimmengewirr den Raum. Dann erlosch das elektrische Licht. Nur die Kerzen der Kronleuchter blieben übrig. In Stille erwartete das Publikum den ersten Einsatz. Da die Sänger im Laufe des Abends an verschiedenen Stellen Aufstellung beziehen, zunächst die spannende Frage: Von wo würde der erste Chorsatz erklingen?

Eine einzelne Knabenstimme stand plötzlich im Raum: "Maria durch ein' Dornwald ging". Der Chor antwortete von der Südseite hinten. Ohne große Unterbrechung folgte Satz auf Satz. Die altvertrauten Weisen hatten häufig ein neues Gewand erhalten. Karl Hänsel, der gerade 25 Jahre alt gewordene neue Chef, würdigte aus Anlass des 70-jährigen Bestehens seine Vorgänger.

Vom Gründer Georg Goebel (Chorleiter von 1948 bis 1961) erklang ein lebendiger Satz zu "Kommet, ihr Hirten", von Hans-Jürgen Wille (Kantor von 1961 bis 1999) das bekannte "O, du fröhliche". Michael D. Müller, Chef von 1999 bis 2016, hatte einen sechsstimmigen Satz "Der Morgenstern ist aufgedrungen" als Uraufführung geschickt.

Karl Hänsel setzte den Schlusspunkt, in dem er das bekannteste Weihnachtslied der Welt, "Stille Nacht", mit einem Über- oder Unterbau versah. Gewissermaßen als Kommentar erklang dazu "O magnum Mysterium" - Groß ist das Geheimnis, wie der Apostel Paulus formulierte. Auch dies war eine Uraufführung.

Nicht genug damit. Sogar einer der aktiven Sänger, Anton Kleinheins, trug einen neuen Satz bei, und zwar zum bekannten "Herbei, o ihr Gläubigen". Auch hier erklangen die beiden neu vertonten Strophen zum allerersten Mal. Klar und hell erfüllten die Knabenstimmen im Laufe des Abends den Raum, vom Altar aus, von den Seitenschiffen. Ein solides Fundament lieferten die Tenöre und Bässe. Dem großen Publikum machte der Abend viel Freude. Man verharrte in Stille, und erst am Schluss brach sich der Beifall Bahn.

Das diesjährige Weihnachtssingen der Knabenkantorei ist noch zweimal zu hören, beide Mal im Dom, und zwar am Sonnabend um 18 Uhr und am Sonntag um 17 Uhr.

Die Knabenkantorei lädt seit 70 Jahren zum Weihnachtssingen ein. Foto: JW

Die Knabenkantorei lädt seit 70 Jahren zum Weihnachtssingen ein. Foto: JW


Text-Nummer: 126798   Autor: TD   vom 13.12.2018 08.58

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