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HL-live.de

Montag,
der 21. Januar 2019






Geldtransporte werden bestreikt

Im Rahmen einer bundesweiten Streikaktion ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) Beschäftigte der Geld- und Wert-Branche, am Mittwoch, 2. Januar 2019, zu Arbeitsniederlegungen auf. Betroffen ist auch ein Lübecker Unternehmen.

Hunderte Geldtransporte in ganz Deutschland werden ab Mittwochmorgen bestreikt. Rund 12.000 Beschäftigte der Geld- und Wert-Branche sind zu den Arbeitsniederlegungen aufgerufen. "Wir wollen ein starkes Signal in Richtung der Arbeitgeber senden, denn die Beschäftigten sind sauer und wollen endlich auch zählbares in ihren Geldbörsen. Sie erwarten, völlig zu Recht, nun endlich ein verhandlungsfähiges Angebot von ihren Arbeitgebern", so Dieter Altmann, zuständiger Fachbereichsleiter im nördlichsten ver.di Landesbezirk.

Durch die Streiks werde der Bargeldverkehr in Deutschland erheblich gestört, so die Gewerkschaft. "Viele Banken und Einzelhandelsgeschäfte bekommen nach den Feiertagen kein frisches Bargeld. Geldautomaten, die nach dem Jahreswechsel vielfach leer sind, werden nicht neu befüllt. Auch die Abholung der Tageseinnahmen bei Warenhäusern und Discountern, Möbel- und Baumärkten sowie anderen großen Unternehmen ist nicht sichergestellt."

Ver.di fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro pro Jahr beziehungsweise eine Gehaltserhöhung um 250 Euro pro Monat sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Außerdem soll eine Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages für die gesamte Branche erreicht werden.

Durch die Angebote der Arbeitgeberseite würden sich die Verdienstunterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern nach Angaben von ver.di noch vergrößern. Die Gehälter für die Geldzähler und Geldtransportfahrer, die bewaffnet und einer hohen körperlichen und psychischen Belastung ausgesetzt sind, liegen im Osten bei 1.800 bis 2.400 und im Westen bei 2.200 bis 2.900 Euro brutto pro Monat.

"Die Beschäftigten der Branche leben in der Regel in Ballungsgebieten mit hohen Mieten und Lebenshaltungskosten", so die Gewerkschaft. "Die Gewinne der Unternehmen der Geld- und Wert-Branche sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen."

Die Gewerkschaft Ver.di erwartet, dass Bargeld durch den Streik knapp werden könnte.

Die Gewerkschaft Ver.di erwartet, dass Bargeld durch den Streik knapp werden könnte.


Text-Nummer: 127079   Autor: Verdi/red   vom 01.01.2019 13.33

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