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HL-live.de

Dienstag,
der 22. Januar 2019






Prozess nach Messerattacke im Bus beginnt

Am Mittwoch beginnt vor dem Schwurgericht des Landgerichtes Lübeck der Prozess gegen den Mann, der am 20. Juli in einem Linienbus in Kücknitz seinen Rucksack angezündet und wahllos auf Fahrgäste eingestochen hat. Die Staatsanwaltschaft geht inzwischen davon aus, dass der 34-Jährige alle Insassen des Busses töten wollte. Ihm wird versuchter Mord in 48 Fällen vorgeworfen. Ein Strafverfahren gibt es aber nicht.

Die von der Staatsanwaltschaft beauftragte forensisch-psychiatrische Sachverständige kommt in ihrem vorläufigen Gutachten zu dem Ergebnis, dass der Deutsch-Iraner bei Begehung der Tat aufgrund einer psychischen Erkrankung schuldunfähig war. Ein Strafverfahren - mit dem Ziel einer Bestrafung des Beschuldigten - kann daher nicht durchgeführt werden. Da der Beschuldigte nach Einschätzung der Sachverständigen jedoch krankheitsbedingt gefährlich für die Allgemeinheit ist, hat die Staatsanwaltschaft eine Antragsschrift im Sicherungsverfahren beim Landgericht Lübeck eingereicht.

Der 34 Jahre alte Mann ist dringend verdächtig des tateinheitlich versuchten Mordes in 48 Fällen, darüber hinaus der ebenfalls tateinheitlich begangenen schweren sowie versuchten besonders schweren Brandstiftung, der gefährlichen Körperverletzung in acht Fällen und der Körperverletzung in vier Fällen.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen besteht der folgende Verdacht: Der Beschuldigte sah sich wahnhaft einer Verschwörung ausgesetzt und hatte daher den Plan gefasst, einen Linienbus in Brand zu setzen und alle Insassen des Busses durch das Feuer und Messerstiche zu töten, um die Verschwörung zu beenden.

Er setzte in einem mit 48 Personen besetzten Linienbus mehrere Spiritusflaschen in einem Rucksack in Brand und legte diesen im Bereich des Drehgelenks des Busses ab, wo sich das Feuer schnell ausbreitete. Im Anschluss daran griff er zunächst im Bus und - nachdem der Busfahrer den Bus gestoppt hatte und die Fahrgäste ausgestiegen waren - auch außerhalb des Busses Fahrgäste mit einem Küchenmesser und mit Faustschlägen an und verletzte sie. Der Versuch, das Löschen des Brandes durch Schläge gegen den Busfahrer zu verhindern, schlug fehl.

Der Beschuldigte konnte schließlich zunächst von Businsassen und sodann von zwei eintreffenden Polizeibeamten überwältigt und festgenommen werden.

Insgesamt sind zwölf Personen durch den Beschuldigten verletzt worden. Bei einem der Opfer hat konkrete Lebensgefahr bestanden. Der junge Mann konnte durch eine Notoperation gerettet werden.

Das Gericht hat bislang neun Hauptverhandlungstermine anberaumt und 35 Zeugen sowie zwei Sachverständige geladen.

Ab Mittwoch wird die Messerattacke im Linienbus vor dem Landgericht aufgearbeitet. Foto: VG/Archiv

Ab Mittwoch wird die Messerattacke im Linienbus vor dem Landgericht aufgearbeitet. Foto: VG/Archiv


Text-Nummer: 127145   Autor: StA/red.   vom 05.01.2019 11.05

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