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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 24. Mai 2019






HL historisch: Vor 200 Jahren starb der Aufklärer Ludwig Suhl

Er war ein vielseitig interessierter Bürger, als Theologe, Pädagoge, Bibliotheksleiter und Jurist in der Hansestadt tätig. Im Gedächtnis blieb er vor allem als Mitbegründer der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit. Vor 200 Jahren, am 3. Januar 1819, starb Dr. Ludwig Suhl.

Sein Name ist in Lübeck nicht vergessen. Die Gemeinnützige hält ihn schon dadurch lebendig, dass sie alle zwei Jahre den Ludwig Suhl-Preis verleiht. Damit werden Lehrer für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Ehrenamtlich nämlich war Ludwig Suhl neben seinen offiziellen Tätigkeiten immer unterwegs.

Suhl wurde am 11.11.1753 in einem Lübecker Pfarrhaus geboren. Sein Vater, ebenfalls ein Ludwig Suhl, war Prediger an St. Aegidien. Die Mutter stammte aus einer lübschen Kaufmannsfamilie. Nach dem Besuch des Katharineums studierte Suhl in Jena und Leipzig evangelische Theologie, befasste sich auch mit pädagogischen Fragen. Mit 25 Jahren kehrte er in seine Vaterstadt zurück. Er war zum Subrektor des Katharineums berufen worden.

Verbunden mit dem Subrektorat war die Leitung der Stadtbibliothek. Zeitlebens lesehungrig, verfasste Suhl mehrere Publikationen, zum Beispiel zu den Beständen der Bibliothek. Nach vier Jahren, anno 1783, wurde er zum Diakon, heute würden wir sagen zum Hilfsprediger an St. Petri berufen. Wiederum vier Jahre später stieg er zum Archidiakon auf, der zweiten Stelle nach dem Pastor an St. Petri. Fünf Jahre übte er dieses Seelsorge-Amt aus. Dann gab er den Dienst aus Gesundheitsgründen auf.

Ludwig Suhl arbeitete danach für das Domkapitel, entschloss sich 1808, im 55. Lebensjahr, noch Jura zu studieren. An der Kieler Universität wurde er 1809 zum Doktor der Rechte promoviert. Bis an sein Lebensende arbeitete er nun in Lübeck als Jurist, unter anderem während der Franzosenzeit als Friedensrichter.

Neben den beruflichen Belangen setzte Ludwig Suhl sich immer wieder ehrenamtlich für seine Mitbürger ein. Er gehörte zu den führenden Köpfen der Aufklärung in Lübeck, arbeitete in der Loge "Zur Weltkugel" mit, stieg hier zum "Meister vom Stuhl" auf. Gemeinsam mit dem Arzt und Naturforscher Johann Julius Walbaum und dem Juristen und Bürgermeister Christian Adolph Overbeck gründete er mit Datum vom 27. Januar 1789 eine "Literärische Gesellschaft". Aus ihr ging einige Jahre später die Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit hervor.

Die Gemeinnützige hat im Laufe der ersten Jahrzehnte zahlreiche Institutionen auf dem Gebiet der Bildung und Erziehung oder der Sozialfürsorge begründet. Hierzu zählen die Navigationsschule, das Lehrerbildungsseminar, eine Industrieschule für Mädchen, die Fürsorge für Strafgefangene, Einrichtungen für Waisenkinder und Behinderte, nicht zu vergessen eine Sparkasse.

Wenn die Institutionen auf eigenen Füßen stehen konnten, entließ die Gemeinnützige ihre Kinder in die Eigenverantwortlichkeit. Auch heute gehören zu ihr zahlreiche "Töchter". Ludwig Suhl gab auch die Anregung zu Bildung durch Vorträge. Als Redner ging er mit gutem Beispiel voran. Das Vortragswesen hat die Jahrhunderte überdauert. Bis heute wird am Dienstagabend zum Vortrag in den großen Saal der Gemeinnützigen eingeladen.

Ludwig Suhl war Gründungsvater der Gemeinnützigen. Noch heute wird hier in seinem Sinn gearbeitet. Foto: TD

Ludwig Suhl war Gründungsvater der Gemeinnützigen. Noch heute wird hier in seinem Sinn gearbeitet. Foto: TD


Text-Nummer: 127259   Autor: TD   vom 10.01.2019 16.36

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