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Dienstag,
der 22. Januar 2019






Straßennamen: Kein Ergebnis nach fünf Jahren

Fünf Jahre lang hat ein Arbeitskreis über die Straßennamen in Lübeck diskutiert. Er hat sich im Herbst ergebnislos aufgelöst. Die Verwaltung sollte einen Bericht erstellen. Der ist jetzt fertig. Das Ergebnis: Die Umbenennung von Straßen sei eine politische Frage.

Die Umbenennung des Quandt-Platzes in Schlutup im Jahr 2011 hatte für viele Diskussionen gesorgt. Die Stadtverwaltung hatte deshalb alle 1810 Straßennamen in Lübeck überprüft, ob die Namensgebung politisch korrekt ist. Das Ergebnis: Drei Straßen sollten umbenannt werden, zum Beispiel der Hindenburgplatz an der Travemünder Allee. Er hieß bis 1922 Kaiser-Friedrich-Platz, anschließend bis 1933 Republikplatz. Auch der Lenardweg am Nils-Bohr-Ring steht auf der Liste. Die Straße erhielt die Bezeichnung zwar erst 1961, aber der Physik-Nobelpreisträger Philip Lenard war Antisemit und Hauptvertreter einer "Arischen Physik". Die Pfitznerstraße, die 1957 ihren Namen nach dem 1949 verstorbenen Komponisten und Autor Hans Pfitzner erhielt, bräuchte ebenfalls neue Straßenschilder. Pfitzner habe sich auch nach 1945 noch antisemitisch geäußert. Sein "Lübeck-Bezug" sei eher negativ. Er hatte sich 1933 an einer Unterschriftenaktion gegen Thomas Mann beteiligt.

Da die Änderung von Straßennamen in der Regel auf große Kritik bei den Anwohner stößt, gründeten die politischen Fraktionen 2013 einen Arbeitskreis "Straßennamen". Nach fünf Jahren löste der sich auf. Die Teilnahme war mäßig, eine Einigung nicht in Sicht. Die Stadtverwaltung solle einen Abschlussbericht vorlegen.

Das Ergebnis ist dürftig: "Konsens besteht darin, dass die Entscheidung nun politisch und nicht historisch zu treffen sei." Die Verwaltung hat aber die Kosten geschätzt, die für Hinweisschilder zu den "kritischen Straßennamen" entstehen. Sie liegen bei knapp 300 Euro pro Straße. Ein Historiker habe bereits Informationstafeln erarbeitet.

Nach fünf Jahren Diskussion bleibt unklar, wie es mit den Straßennamen weiter geht. Foto: VG

Nach fünf Jahren Diskussion bleibt unklar, wie es mit den Straßennamen weiter geht. Foto: VG


Text-Nummer: 127273   Autor: VG   vom 11.01.2019 12.10

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