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HL-live.de

Donnerstag,
der 24. Januar 2019






Das Ende der Tannenbäume

In ihren Gedanken zum Wochenende geht Pastorin i.R. Ellen Naß auf das Ende der Weihnachtszeit ein. Ein Märchen von HC Andersen über einen Weihnachtsbaum ist der Ausgangspunkt ihrer Überlegungen.

In der letzten Woche wurden bei uns die Tannenbäume von der Müllabfuhr abgeholt. Zwar sind draußen in den Gärten überall noch die Lichterketten, aber für mich ist das Abschmücken des Weihnachtsbaumes immer auch der Abschied von dem Weihnachtsfest, ein Zeichen, dass es wieder einmal unwiederbringlich vorbei ist.

Früher hing ja immer noch ein wenig Lametta draußen in den Zweigen, nun sind sie einfach nur kahl und grün. Es gibt eigentlich nichts trostloseres und überflüssigeres als solch einen Tannenbaum.

Jedes Jahr wieder erinnern mich diese Bäume an ein Märchen von HC Andersen. Er erzählt von einer kleinen Tanne draußen im Wald, die wachsen will, etwas Besonderes sein will. Die Schönheit der Umgebung und die Freundschaft mit Tieren nimmt sie gar nicht richtig wahr.

Ein Spatz erzählt ihr, dass er durch ein Fenster einen leuchtenden, geschmückten Christbaum gesehen hat, und da weiß sie: Das will sie auch werden. Sie bemüht sich, grade und ordentlich zu wachsen, und so wird sie dann zu Weihnachten gefällt und erlebt als Weihnachtsbaum wunderschöne Stunden.

Danach wird sie auf den Dachboden gebracht, erzählt den Mäusen ihre Geschichten, bis die sich langweilen und die Tanne alleine bleibt. Im Frühjahr wird sie dann wieder heruntergeholt und verbrannt.

Es ist ein Gleichnis für ein verlorenes sinnentleertes Leben – weil die kleine Tanne nie im Hier und Jetzt, sondern immer nur in der Zukunft lebt. Immer erwartet sie, dass etwas noch viel Schöneres kommen wird, und darüber sieht sie nicht, wie schön es um sie herum ist. Erst im Rückblick erkennt sie, wie gut sie es im Wald hatte.

Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich mich ähnlich verhalte wie die kleine Tanne. "Wenn doch nur Wochenende wäre – wenn doch nur Urlaub wäre – wenn ich endlich groß wäre – wenn doch nur die Kinder auf Besuch kommen würden – wenn doch endlich Weihnachten wäre – wenn doch endlich Weihnachten vorbei wäre und wieder Ruhe wäre" - es ist ganz unterschiedlich, was wir herbeisehnen, worauf wir warten.

Und natürlich war früher alles besser. Es war nicht nur mehr Lametta, die Sommer waren wärmer, zu Weihnachten lag Schnee, die Menschen waren friedlicher, in den familien war mehr Zusammenhalt.

Wie die kleine Tanne verklären wir die Vergangenheit, die uns damals als gar nicht so schön erschien.

Dabei ist Weihnachten genau das Gegenteil.

Das Licht scheint in die Finsternis – so wird im Johannesevangelium das Weihnachtsgeschehen beschrieben.

Damit sind nicht die Lichterketten in unseren Gärten und an unseren Fenstern gemeint, sondern dass durch die Geburt Jesu, durch Jesu Liebe unser Leben hell wird. Das geschah nicht irgendwann in der Vergangenheit, als alles noch besser war. Das geschieht auch nicht in der Zukunft, wenn erst einmal alles besser sein wird. Es geschieht heute, hier und jetzt.

So können uns die vielen abgeschmückten Tannenbäume erinnern, im Hier und jetzt zu leben, nicht auf Ostern zu warten, das nächste Weihnachtsfest oder den nächsten Geburtstag. Jesu Licht scheint in unser Leben, zeigt uns, was schön und fröhlich ist in unserem Leben, jeden Tag.

Pastorin i.R. Ellen Naß macht sich auf HL-live.de im Wechsel mit Heinz Rußmann Gedanken zum Wochenende.

Pastorin i.R. Ellen Naß macht sich auf HL-live.de im Wechsel mit Heinz Rußmann Gedanken zum Wochenende.


Text-Nummer: 127291   Autor: red.   vom 12.01.2019 12.59

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