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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 18. Juli 2019






Possehl-Musikpreis erstmals in zwei Kategorien

Volles Haus. In den großen Saal der Musikhochschule war am Donnerstagabend ein interessiertes Publikum gekommen, um die Preisträger des Possehl-Musikwettbewerbes zu erleben. Verliehen wurden dabei erstmals Preise in zwei Kategorien. Zu dem seit 1963 vergebenen "klassischen" Preis ist einer für zeitgenössisches Musikschaffen getreten.

Neue Musik gab es auch bei den bisherigen Wettbewerben. Die Komponisten und Interpreten hatten es dabei naturgemäß schwer, sich gegen den "Mainstream" durchzusetzen. Deshalb habe Professor Rico Gubler, Präsident der Musikhochschule, die Vorsteher der Possehl-Stiftung überzeugen können, einen eigenen Preis für diese Sparte auszuloben, sagte Dr. Ole Krönert von der Stiftung. Prof. Gubler sprach später vom "Preis mit dem langen Namen". Er heißt "Possehl-Musikpreis für zeitgenössische Musik und neue musikalische Aufführungskonzepte". Der neue Preis soll alle zwei Jahre vergeben werden. den "alten" Preis gab es nun schon zum 55. Male. Während die Wettbewerber um "den Neuen" am 15. und 16. Januar antraten, war um die Preise des Hauptwettbewerbs bereits am 13./14. November 2018 gespielt worden.

Das Preisträgerkonzert am Donnerstag bot viel Abwechslung. Nicht nur Musik war zu hören. Dreimal traten Redner ans Pult. Das war zunächst Christian Schwandt, der geschäftsführende Direktor des Lübecker Theaters, hier für die Possehl-Stiftung. Er saß der Jury des neuen Preises vor und kündigte den Siegerbeitrag, eine "audiovisuelle Performance" der jetzt in Lübeck studierenden griechischen Komponistin Eirini Aravidou an. "Hands" – Hände – lautete die Überschrift. Etwas flapsig könnte man die Darbietung als "Vorführung für Video, Instrumente und acht Hände" bezeichnen.

Hände waren in der ersten Viertelstunde in verschiedener Ausformung zu diffusen Klängen auf der Leinwand zu sehen, gelegentlich von einem donnernden Akkord auf dem Flügel begleitet. Dann tauchten zu rhythmischem Klatschen auch die Besitzer der Hände vor der Bühne auf. Bei den Instrumenten, die gespielt wurden, sah man lediglich die Finger; der Rest der Körper war schwarz verdeckt. In der Pause wurde heftig über diese Performance diskutiert.

Nach einer Rede von Hochschulpräsident Prof. Rico Gubler stellte sich der Oboist Ivan Denisenko aus der Klasse von Professor Diethelm Jonas als erster Preisträger vor. Virtuos und hochmusikalisch gestaltete der aus Usbekistan stammende Vierundzwanzigjährige eine Fantasie von Antonio Pasculli über Themen der Oper "Die Favoritin" von Gaetano Donizetti. Am Flügel begleitete Christian Ruvolo, sehr einfühlsam, in den kleinen Zwischenspielen ausgesprochen delikat.

Dr. Ole Krönert übergab die Urkunden; nicht nur an Ivan Denisenko, sondern auch den Gewinnerinnen des weiteren ersten Preises, des Esmé-Quartetts. Die Jury hatte zwei "Erste" vergeben. Die vier jungen Koreanerinnen hatten sich im Studium kennengelernt und 2016 ihr Quartett gegründet: Wonhee Bae (1. Violine), Yuna Ha (2. Violine), Jiwon Kim (Viola), Ye-Eun Heo (Cello). Sie überzeugten mit Leidenschaft und Spielfreude bei Beethovens Streichquartett F-Dur, opus 18 Nr. 1.

Die Jury hatte im November außerdem Förderpreise vergeben. Ihre Urkunden erhielten nun Natalie Hahn (Violoncello), in Abwesenheit Laura Moinian (Violoncello) und Barbara Lena Köbele (Violine).

Das Esmé-Quartetts teilte sich mit Ivan Denisenko, den ersten Platz. Foto: Musikhochschule Lübeck.

Das Esmé-Quartetts teilte sich mit Ivan Denisenko, den ersten Platz. Foto: Musikhochschule Lübeck.


Text-Nummer: 127430   Autor: TD   vom 18.01.2019 10.00

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