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HL-live.de

Donnerstag,
der 21. Februar 2019






Russische Oper „Boris Godunow“ in der Urfassung

Opernfreunde aus Lübeck und ganz Norddeutschland warten gespannt auf eine neue Sichtweise zu der russischen Oper „Boris Godunow“ von Modest Mussorgsky. Premiere ist am Freitag, 25. Januar im Großen Haus in der Beckergrube. Regisseur Peter Konwitschny erläuterte sein Konzept am Dienstag in einem Pressegespräch.


Premiere der Oper ist am Freitag. Foto: Steffen Gottschling

Es werde quasi eine Uraufführung, sagte der 2018 erneut von der Fachzeitschrift „opernwelt“ zum Regisseur des Jahres gewählte Gast. Hier wird nämlich erstmals eine deutsche Fassung von Bettina Bartz und Werner Hintze gespielt. Russisch wäre vielleicht für viele Chormitglieder ein Problem, und der Chor, das Volk, spielt eine Hauptrolle in dieser Oper. Trotzdem gibt es Übertitel, weil internationale Sänger unter Umständen schwer zu verstehen sind.

Geboten wird die zwischen 1868 und 1870 geschriebene Urfassung, die vor etwa 30 Jahren wieder aufgetaucht ist. Diese Fassung sei musikalisch viel radikaler, auch "schmutiger" als die später erweiterte und geglättete Form. Freunde, vor allem der Komponistenkollege Nikolai Rimski-Korsakow hätten Mussorgsky zu Änderungen geraten, damit die Oper seinerzeit eine Chance hatte, aufgeführt zu werden.

Dabei wurde die Orchestrierung „geschönt“, die Handlung um mehrere Bilder erweitert. Zum Beispiel um eine Liebesszene, die damals vom Publikum erwartet wurde. Die Urfassung biete bessere Möglichkeiten, den Stoff in die Gegenwart zu übertragen, sagte Konwitschny. Im Grunde gehe es um die Frage, ob Zar Boris die Macht an sich gerissen und den Kronprinzen, den Zarewitsch, beseitigt habe oder vom Volk zur Machtübernahme gedrängt wurde.

Das Volk, das den Herrscher bejubelte, war Staffage und musste für Stimmung sorgen. Ist es heute anders? Lassen sich die Mächtigen in Ost und West nicht auch von ihren Fans feiern? Kümmern sie sich überhaupt noch um wichtige Ziele für die Zukunft? Sind die Menschen heute nicht nur hinter Schnäppchen her, um schöner Leben und schöner Wohnen zu praktizieren? Das alles seien Fragen, die die Inszenierung stelle.

Auf die Zuschauer kommen bunte, turbulente Szenen zu. Vor dem Philharmonischen Orchester steht der frühere Lübecker Generalmusikdirektor Ryusuke Numajiri als Gast. Die Premiere am Freitag beginnt um 19.30 Uhr. Weitere Aufführungen sind am 2., 15. und 22. Februar.

Peter Konwitschny und Operndirektorin Dr. Katharina Kost-Tolmein stellten am Dienstag die Lübecker Inszenierung vor. Foto: Lutz Roeßler

Peter Konwitschny und Operndirektorin Dr. Katharina Kost-Tolmein stellten am Dienstag die Lübecker Inszenierung vor. Foto: Lutz Roeßler


Text-Nummer: 127513   Autor: TD   vom 22.01.2019 18.39

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