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Freitag,
der 26. April 2019






Moll Engineering: Lübeck bleibt Hauptsitz

Der Kunststoffverarbeiter Ensinger GmbH, Nufringen, hat den Medizintechnik-Hersteller Moll Engineering GmbH übernommen. Das inhabergeführte Unternehmen mit Sitz in Lübeck fertigt Produkte aus kohlenstofffaserverstärkten Hochleistungskunststoffen, Edelstahl und Titan.

Kernkompetenz von Moll sind Zielgeräte für die Traumachirurgie, Wundhaken und andere medizinische Instrumente. Komponenten für die Automatisierungstechnik und Luftfahrt runden das Portfolio ab. Zur Akquisition gehört die Übernahme des Fertigungsbetriebes Wenglon GmbH, der die Produkte im Auftrag von Moll in Dobra bei Stettin herstellt. Das Engineering und der Vertrieb sind dem Standort Lübeck zugeordnet. Insgesamt sind 70 Mitarbeiter für Moll und Wenglon tätig.

"Wir freuen uns über den Neuzugang, der ein attraktives Technologiespektrum in die Unternehmensgruppe einbringt", sagt Dr. Roland Reber, Geschäftsführer bei Ensinger. "Die Kombination von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen und Metallen ist die ideale Lösung für viele medizinische Anwendungsgebiete, insbesondere in der Orthopädie und Unfallchirurgie."

Ensinger entwickelt für die MT-Branche bereits Kunststoffcompounds, bietet Halbzeuge aus Kohlefaser-Compositematerial an und stellt im Spritzgussverfahren oder durch Zerspanung verschiedene Fertigteile her, beispielsweise biokompatible Testimplantate und sterilisierbare Aufbewahrungsbehälter. Darüber hinaus entwickelt eine Tochtergesellschaft neue Technologien zur Verarbeitung von thermoplastischen Faserverbundwerkstoffen. Die unterschiedlichen Verfahrenstechniken eröffnen den Kunden vielfältige Auswahlwahlmöglichkeiten, um Produkte entlang der Wertschöpfungskette gemeinsam mit Ensinger zu entwickeln und zu fertigen.

Das expandierende, aber bisher vorwiegend regional aufgestellte Unternehmen Moll Engineering erhält durch die Integration in die Ensinger Gruppe zukünftig einen besseren Zugang zu den globalen Märkten. "„Die breite Plattform bietet der Firma und meinen Mitarbeitern gute Zukunftsperspektiven", freut sich Stefan Moll, der auch in Zukunft die Geschäfte des von ihm 1996 mitgegründeten Unternehmens führen wird. Bei den Standorten bleibt die Kontinuität ebenfalls gewahrt: Lübeck soll Hauptsitz von Moll bleiben, und für die Fertigung in Dobra sind weitere Investitionen geplant.

Dr. Roland Reber, Geschäftsführer bei Ensinger, sieht durch die Verbindung beider Unternehmen neue Anwendungsgebiete. Foto: Ensinger

Dr. Roland Reber, Geschäftsführer bei Ensinger, sieht durch die Verbindung beider Unternehmen neue Anwendungsgebiete. Foto: Ensinger


Text-Nummer: 127566   Autor: Ensinger   vom 24.01.2019 15.13

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