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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Mittwoch,
der 17. Juli 2019






KunstBetriebe gehen in die dritte Runde

Wirtschaft und Kunst gehören eng zusammen. Am Freitag startete bei Brüggen die dritte Runde der "KunstBetriebe". Die Werke schmücken nicht nur die teilnehmenden Unternehmen, sondern werden zum Jahresende auch in der Kunsthalle St. Annen gezeigt.


Künstler, Sponsoren, Unternehmer und die IHK engagieren sich im Projekt.

"In einer von Wohlstand geprägten Gesellschaft können Kunst und Kultur gut gedeihen", sagen die Beteiligten. Das Verhältnis zwischen fördernder Wirtschaft und Künstlern ist dabei keineswegs einseitig, wie das Projekt KunstBetriebe bereits zweimal eindrucksvoll belegt hat. Jetzt startet die dritte Runde mit elf namhaften Künstlern, die in Unternehmen arbeiten und ihre Werke mit den Materialien des Betriebes fertigen.

"Ich bin aus ganzem Herzen selbst Künstlerin, aber es liegt mir auch am Herzen, Kunst zu vermitteln, und dass Kunst Menschen erreichen und sie berühren kann. Das kommt Betrieben und Künstlerinnen und Künstlern zugute und das habe ich auch in der dritten Runde von KunstBetriebe schon erleben dürfen", sagt Initiatorin Bettina Thierig.

An der dritten Staffel, KunstBetriebe3, beteiligen sich Stiftungen und Mitstreiter. Diese ermöglichen es, den pädagogischen sowie den integrativen Anteil und den Vermittlungsanteil in dem Projekt zu erhöhen. Die Projektsteuerung liegt diesmal bei der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie gGmbH. Zusätzlich zur Possehl Stiftung und der Stiftung Pro Economia der IHK zu Lübeck beteiligen sich die Margot und Jürgen Wessel Stiftung, die vornehmlich den Pädagogischen Anteil des Projektes fördert, sowie die Gemeinnützige Sparkassen Stiftung Lübeck und die Kulturstiftung des Landes Schleswig Holstein.


Projektpartner auf Zeit: Bente Schmidt von der Bockholdt KG mit Künstlerin Almut Linde und Jens Tesnau-Eutin mit Künstler Thomas Judich.

Einer der Teilnehmer ist der dänische Künstler Thomas Kadziola. 1964 in Kopenhagen geboren, ist für seine großen Steinfiguren bekannt. Dazu gehören die "Dodekalitten", eine Gruppe von sieben bis neun Meter hohen Granitköpfen auf Lolland an der Steilküste bei Kragenaes. Auch in Ägypten, Deutschland, Polen, Belgien Frankreich und China sind Arbeiten von Thomas Kadziola zu sehen – nun auch in Lübeck. Als erster Künstler hat er für das Projekt "KunstBetriebe3" mit Unterstützung des Lübecker Unternehmens HSP- Holz und Projekte UG eine künstlerische Idee verwirklicht. HSP ist auf den Bau von Spiel- und Außenanlagen mit heimischen Holzarten im Außenbereich spezialisiert, außerdem werden individuelle Möbel aus Massivholz hergestellt – somit war der Werkstoff für den Künstler klar. Thomas Kadziola erstellte eine dreidimensionale Skulptur aus Kirschholz. "Es ist lange her, dass ich mit Holz gearbeitet habe. Für mich war das eine Herausforderung, über die ich mich sehr gefreut habe", sagte Kadziola.

"Kunstbetriebe3 ist ein großartiges Projekt, in das sich außer unseren Auszubildenden in den typischen Veranstaltungsberufen besonders auch unser Projekt Stage-LAB wunderbar integrieren lässt. Hier erhalten junge Menschen mit und ohne Behinderungen eine Ausbildung zu zertifizierten Produktionshelfern für Kulturveranstaltungen", sagt Michael Schmerschneider, Leiter der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie. "Wir setzen uns vor allem für eine kulturelle Teilhabe ein, die sich milieuübergreifend den verschiedenen sozialen Lebensräumen zuwendet. Kunst und Kultur, die Barrieren in den Köpfen aufsperren, können der Schlüssel zu einer großen gesellschaftlichen Teilhabe sein. Wer das fördert, stärkt nachhaltig das Interesse am Gemeinwohl einer jeden Gesellschaft."


Jochen Brüggen ist von Anfang an dabei.

Jochen Brüggen, Geschäftsführer der Lübecker H. & J. Brüggen KG, beteiligt sich zum dritten Mal an dem Projekt. "Das Entstehen eines Kunstwerkes vor den Augen der Mitarbeiter und der künstlerische Ausdruck der eigenen Firmenphilosophie sind identitätsstiftend für die Belegschaft. Durch die ganz persönliche Begegnung und die Nähe zur im eigenen Betrieb entstehenden Skulptur bauen die Mitarbeiter Vorurteile und Berührungsängste gegenüber der Kunst und den Künstlern ab", betont er. Ein Ziel von KunstBetriebe sei daher die Förderung von kulturellem Engagement des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers. "Unternehmen, die sich an dem Projekt beteiligen und sich für Künstler öffnen, steigern ihre Attraktivität für Fachkräfte, weil sie einen über die Arbeit hinausgehenden Mehrwert bieten", sagt Brüggen, der zugleich Vicepräses der IHK und Kuratoriums-Mitglied der IHK-Stiftung Pro Economia ist. „Ein Zusammenwachsen von Kunst und Betrieb unterstützt aber vor allem den Ansatz, das Bewusstsein von Kunst als Standortfaktor bis hin zum eigenständigen Wirtschaftselement zu stärken."

Die das Projekt begleitenden pädagogischen Schritte sind bereits gestartet. Lina Peters, Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau bei der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie, arbeitet maßgeblich im Projekt mit. Ein Kurs für plastisches Gestalten für Jugendliche mit Behinderungen steht bereits wöchentlich auf dem Stundenplan.

Den Abschluss des Projektes bilden Ausstellungen, die zum einen das professionelle Niveau des Vorhabens zeigen und gleichzeitig eine weiteres Zusammenrücken von Wirtschaft und Kultur befördern. Begleitend erstellen die Partner eine gedruckte Publikation, die das Projekt visuell und inhaltlich dokumentiert.

Ausstellungsdaten:
- Eröffnung Schloss Eutin: Freitag 27. September 2019. Ausstellungsende: 17. November 2019.
- Eröffnung Kunsthalle St. Annen, Lübeck: Freitag, 29. November 2019. Ausstellungsende: 12. Januar 2020.

Die unterstützenden Stiftungen:
- Stiftung „Pro Economia“ der IHK zu Lübeck
- Possehl-Stiftung Lübeck
- Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck
- Margot und Jürgen Wessel Stiftung
- Kulturstiftung des Landes Schleswig Holstein.

Die teilnehmenden Künstler/innen-Firmen Paare:
- Georges Adéagbo bei der Sparkasse Holstein, Eutin
- Janine Gerber bei Gollan Bau GmbH, Neustadt/Beusloe
- Thomas Judisch bei Gustav Tesnau GmbH & Co. KG, Eutin
- Thomas Kadziola bei HSP Holz und Projekt UG, Lübeck
- Kit Kjaerbye bei den Stadtwerke Lübeck GmbH, Lübeck
- Peter Land bei Wirtschaftsakademie Schleswig Holstein GmbH, Lübeck
- Almut Linde bei Bockholt KG, Lübeck
- Andreas Peiffer bei Femern A/S, Burg a.F.
- Pia Stadtbäumer bei H. & J. Brüggen KG, Lübeck
- Thomas Rentmeister bei Hass + Hatje GmbH, Bad Segeberg
- Sebastian Schröder bei HAKO GmbH, Bad Oldesloe

Im O-Ton am Ende des Textes hören Sie Interviews von Harald Denckmann mit Jochen Brüggen, Bettina Thierig und der Auszubildenden Lina Peters von der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie..

Die Auszubildende Lina Peters und der Leiter der Kulturakademie Vorwerker Diakonie Michael Schmerschneider freuen sich zusammen mit Kunstbetriebe- Initiatorin Bettina Thierig über die Gestaltungsmöglichkeiten. Fotos/ O-Ton: Harald Denckmann

Die Auszubildende Lina Peters und der Leiter der Kulturakademie Vorwerker Diakonie Michael Schmerschneider freuen sich zusammen mit Kunstbetriebe- Initiatorin Bettina Thierig über die Gestaltungsmöglichkeiten. Fotos/ O-Ton: Harald Denckmann



Hier hören Sie den Originalton:  

Text-Nummer: 127587   Autor: IHK/red.   vom 25.01.2019 20.16

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