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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 16. Juni 2019






Der Mond und die Mächte

In ihren Gedanken zum Wochenende nimmt Pastorin i.R. Ellen Naß die Mondfinsternis vergangene Woche zum Ausgangspunkt ihrer Überlegungen. Noch vor wenigen hundert Jahren löste ein solches Ereignis Angst und Schrecken aus. Gibt es solchen Aberglauben auch heute noch?

Letzte Woche hatten wir eine Mondfinsternis in Europa. Obwohl es in den nächsten zehn Jahren keine weitere geben soll, bin ich nicht extra früh aufgestanden, sondern habe mir das Ereignis abends im Fernsehen angeschaut.

Es war wirklich beeindruckend, ein blutroter Mond, einfach wunderschön. Gleichzeitig machte mich der Anblick dieses Mondes sehr dankbar. Mehrere Male wurde vorher in der Presse erklärt, wie solch eine Mondfinsternis entsteht. Im Prinzip hat man es ja schon vielleicht in der Schule gelernt, aber das ist doch schon etwas länger her. Es ist eine ganz natürliche Erscheinung, auch wenn es etwas Besonderes ist.

Was mich dankbar machte war, dass ich keine Angst wegen dieser Mondfinsternis zu haben brauchte. Das klingt vielleicht lächerlich, aber jahrhundertelang galten Sonnen- und Mondfinsternisse als Vorzeichen schrecklicher Ereignisse. Sie versetzten die Menschen in Angst und Schrecken. Krieg, Überschwemmungen, Hungersnöte und andere Katastrophen wurden erwartet, wenn solch ein Naturereignis auftrat. Davon habe ich in der letzten Woche nichts gehört.

Dabei sind wir in einigen anderen Dingen so weit von solchen Auffassungen gar nicht entfernt. Als mein Mann in September in Hannover in der Klinik war, lag er auf Zimmer 12 A, nicht auf Zimmer 13, das hat bei Besuchern immer wieder für Verwirrung gesorgt.

Zeitungen berichten, dass die meisten Proteste kommen, falls einmal die Horoskopseite vergessen wird. Dort werden Voraussagen auf unser Leben durch die Sternzeichen gemacht. Fast jeder von uns kennt sein Sternzeichen. Das ist gar nicht so viel anderes, als eine Mond- oder Sonnenfinsternis als Vorzeichen zu deuten.

Natürlich merken wir Sonne und Mond in unserem Leben. Ohne Sonne gäbe es kein Leben, ohne Mond kein Ebbe und Flut. Die Natur ist großartig und beeindruckend, das sieht man immer wieder. Aber ich glaube nicht, dass die Sterne, Sonne und Mond oder sonst irgendetwas in der Natur mein Schicksal bestimmen.

In Psalm 8 sagt vor vielen 1000 Jahren ein Mensch in Israel: Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Er wusste, dass Sonne, Mond und Sterne keine Macht über unser Leben haben, sondern Geschöpfe Gottes sind, so wie wir Menschen auch. Ihn interessieren dabei nicht Adam und Eva oder das Paradies. Er freut sich an der Natur, ohne Angst vor bösen Schicksalsmächten. Er weiß, dass sein Leben in Gottes Hand liegt, dem er vertraut.

Da ist die Bibel sehr modern. Sie hat die Welt um uns herum sozusagen entzaubert und uns damit die Angst genommen. Die moderne Wissenschaft hat dann Erklärungen gefunden, warum es keinen Einfluss der Gestirne auf unser Leben gibt, dass die Sterne nicht nur unendlich weit entfernt sind, sondern dass auch die Sterne in den Sternbildern selbst unendlich weit voneinander entfernt sind und nichts miteinander zu tun haben. Trotzdem können sie von Gott erschaffen sein – und sind es.

So kann man sich daran freuen. Abends bei sternenklarem Himmel freue ich mich an den Sternbildern, beim Spaziergang an der Ostsee scheint das Meer unendlich zu sein. Sicher haben auch Sie ähnliches erlebt.

Man darf nur nicht vergessen, dass es keine Mächte und Gewalten sind, die man da sieht, sondern dass alles Geschöpfe sind, wie auch wir Menschen, Geschöpfe, die uns die Größe und Herrlichlichkeit Gottes immer wieder neu vor Augen führen.

Pastorin i.R. Ellen Naß macht sich auf HL-live.de im Wechsel mit Heinz Rußmann Gedanken zum Wochenende.

Pastorin i.R. Ellen Naß macht sich auf HL-live.de im Wechsel mit Heinz Rußmann Gedanken zum Wochenende.


Text-Nummer: 127595   Autor: red.   vom 26.01.2019 10.32

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