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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 21. Juli 2019






Caligula am Theater Lübeck

In den Kammerspielen feiert am 1. Februar Albert Camus’ "Caligula" in einer Inszenierung von Mirja Biel Premiere. Die Regisseurin, die in Lübeck zuletzt Ibsens "Ein Volksfeind" auf die Bühne brachte, hinterfragt mit ihrer neuen Inszenierung die Machtfantasien unserer Gegenwart.

Caligula – der einzige Held, der die Macht selbst ins Lächerliche zieht, schreibt Camus zu seinem ersten Bühnenstück. Einst ein liebenswerter römischer Kaiser, verfällt Caligula nach dem Tod seiner Schwester und Geliebten einer Trauer, die umschlägt in zerstörerische Wut. "Die Menschen sterben und sie sind nicht glücklich" – diese Einsicht lässt Caligula nach dem Unmöglichen verlangen, nach dem Mond oder der Unsterblichkeit. Der Kaiser nimmt sich die Freiheit, systematisch alle Werte zu verkehren und eröffnet ein grausames Experiment: Gut und Böse unterscheiden sich nicht mehr, Freundschaft und Liebe gelten nichts, das Menschenleben bedeutet nichts. Vom Tod her sucht er die Wahrheit und findet eine, die das Leben ad absurdum führt. Seine absolute Freiheit und Macht ausübend, fordert Kaiser Caligula die Eliten heraus, das Unmögliche möglich zu machen: Jedes Vermögen muss dem Staat vererbt werden, Frauen werden gezwungen in Bordellen zu arbeiten und Senatoren degradiert, willkürlich werden Menschen hingerichtet. Aus Angst vor dem Herrscher und dem Volk, das Caligula zujubelt, erstickt die Elite ihren Widerstandsgeist und duldet den Tyrannen fast vier Jahre.

Albert Camus verfasste seine "Geschichte eines Selbstmords auf höherer Ebene" schon 1938 in Algier, erst nach dem Krieg, 1945, wurde diese "Tragödie der Erkenntnis" in Paris uraufgeführt, zwei Jahre später ordnet Camus in seinem Tagebuch "Caligula" seinen absurden Werken zu und räsoniert: "Das Ende der Bewegung des Absurden und somit das Ende der gegenwärtigen Welt findet sich im Mitleiden im eigentlichen Sinn des Wortes, das heißt schließlich, in der Liebe und der Dichtung." 1957 erhält Camus den Nobelpreis für Literatur mit der Begründung, mit scharfsichtigem Ernst menschliche Gewissensprobleme in unserer Zeit zu beleuchten.

Premiere: 1. Februar, 20 Uhr, Kammerspiele
Weitere Termine: 8. und 21. Februar, jeweils 20 Uhr
Karten gibt es an der Theaterkasse, Tel. 0451/399600

Mirja Biel inszeniert das Stück am Theater Lübeck. Foto: Kerstin Schomburg

Mirja Biel inszeniert das Stück am Theater Lübeck. Foto: Kerstin Schomburg


Text-Nummer: 127693   Autor: Theater Lübeck   vom 30.01.2019 12.56

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