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Sonntag,
der 21. April 2019






Ver.di: Warnstreiks beim Straßenbau und an der Uni-Klinik

Auch die zweite Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder (TdL) ist in Potsdam ohne Ergebnis zu Ende gegangen. In zentralen Fragen liegen die Verhandlungspartner weit auseinander und sind von einem Durchbruch meilenweit entfernt. Die Gewerkschaft Ver.di kündigt an, die Beschäftigten unter anderem im Straßenbau, in den Uni-Kliniken und der Bildung zu Warnstreiks aufzurufen.

Nach wie vor lehnen die Arbeitgeber die gewerkschaftlichen Lohnforderungen pauschal ab. Strukturelle Verbesserungen bei der Eingruppierung, die ebenfalls Gegenstand der Verhandlungen sind, wollten die Arbeitgeber zudem von den Beschäftigten an anderer Stelle voll gegenfinanziert bekommen. Kontrovers sei auch, ob und wie die Bedingungen im Krankenpflegebereich verbessert werden können, wo sowohl Beschäftigte als auch Patienten dringend auf bessere Arbeits- und Entlohnungsbedingungen des Personals angewiesen seien.

"Wir werden unsere Mitglieder in den Verwaltungen und Kliniken der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein jetzt zu verstärkten und massiven Warnstreiks mit der Option einer weiteren Eskalation aufrufen", so Susanne Schöttke, Landesleiterin von ver.di Nord. Streiks sind hier unter anderem im Bereich des Küstenschutzes, des Straßenbaus, dem Landeslabor, an den Unikliniken und im Bildungsbereich zu erwarten.

ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) Verbesserungen von sechs Prozent, mindestens aber eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 200 Euro sowie zusätzlich 300 Euro für die Pflegebeschäftigten. Ferner erwartet ver.di die Weiterentwicklung der Entgeltordnung verbunden mit strukturellen Verbesserungen in der Eingruppierung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütungen um 100 Euro und die Übernahme nach der Ausbildung. Das Tarifergebnis soll zudem zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfänger der Länder und Kommunen übertragen werden. Insgesamt sind von der Tarif- und Besoldungsrunde über 3,3 Millionen Menschen betroffen.

ver.di führt die Tarifverhandlungen als Verhandlungsführerin mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem dbb beamtenbund und tarifunion. Die dritte Runde findet am 28. Februar und 1. März 2019 ebenfalls in Potsdam statt.

Warnstreiks sind unter anderem beim Landesbetrieb Verkehr möglich. Foto: JW/Archiv

Warnstreiks sind unter anderem beim Landesbetrieb Verkehr möglich. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 127914   Autor: Verdi   vom 08.02.2019 12.31

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