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Dienstag,
der 19. Februar 2019






ElternStimme: Integrationskinder in Nöten

Das letzte offene Treffen des Vereins ElternSTIMME e.V. stand, aufgrund des großen Interesses an diesem Thema, unter dem Motto "I-Kinder und Inklusion". Das I steht für Integration. Neben zahlreichen Eltern von Kindern mit anstehendem oder bereits ausgesprochenen I-Status war auch eine I-Helferin geladen, die von ihrem Arbeitsalltag an einer Lübecker Grundschule berichtete und das neu geschaffene Pool-Modell erklärte.

Außerdem war Sven Quirder, Vorsitzender der Lübecker GEW, anwesend. Er hob hervor, dass schon Vieles erreicht wurde, zeigte aber auch strukturelle und finanzielle Defizite bei der Inklusion im Schul- und Kitaalltag auf. Es wurde schnell deutlich, dass die Probleme beim Umgang mit (potentiellen) I-Kindern vielfältig und komplex sind. Oft werden die Eltern nicht oder erst sehr spät in die Überlegungen der Einrichtungen, einen I-Status zu beantragen, einbezogen. Ist ein I-Status erteilt, steht dem Kind keine individuelle Förderung zu, sondern es teilt sich die Integrationshelferin oder den Integrationshelfer aus einem Pool mit anderen Kindern. Für Kinder, die intensive Betreuung oder sogar 1:1- Betreuung benötigen, ist das oft zu wenig.

Aber auch ausreichend gewährte Förderstunden lösen das Problem nicht immer, denn vielerorts gibt es zu wenige I-Helferinnen und I-Helfer, so dass nicht alle Stellen besetzt werden können. Und selbst wenn alle Stellen besetzt sind, enden die Probleme nicht, denn diese sind zum Teil nicht ausreichend qualifiziert und mit betreuungsintensiven Kindern überfordert. Im Laufe des Treffens wurde klar, dass das Hauptproblem darin besteht, dass alle betroffenen Stellen teils massiv unterbesetzt sind. Nur zwei Schulpsychologen sind für die Beurteilung der Kinder in ganz Lübeck zuständig. Meist teilen sich mehrere Schulen einen Schulsozialarbeiter. Es gibt zu wenige Sonder- und Heilpädagogen, zu wenig reguläre Lehrerstellen, um das abzufangen und viel zu wenig Integrationshelferinnen und Integrationshelfer. So sind Eltern, deren Kinder in der Kita oder in der Schule einen erhöhten Betreuungsaufwand haben schnell auf sich allein gestellt.

Die anwesenden Eltern berichteten zum Beispiel von Kündigungen, die ausgesprochen wurden, weil die Kinder mit dem vorhandenen Personal nicht zu betreuen oder zu beschulen sind. Es fehlen an vielen Stellen die finanziellen Mittel, um den bestehenden Rechtsanspruch auf bedarfsgerechte Kinderbetreuung umzusetzen. Weitere Probleme sind fehlende Plätze in der Nachmittagsbetreuung für Schulkinder an den Regelschulen und die teils unzureichende Nachmittagsbetreuung an den Förderschulen. Im Extremfall führt das dazu, dass Eltern ihre Arbeit kündigen müssen, um ihr Kind selber zu betreuen.

Am Ende des Treffens entstand die Idee, als ersten Schritt eine Facebook- Gruppe für Eltern von I-Kindern zu gründen, die einen Erfahrungsaustausch ermöglicht. Diese Idee wurde noch am selben Abend in die Tat umgesetzt. In der Gruppe "I-Kinder Lübeck" können sich daher ab sofort Eltern und Mitarbeitende gegenseitig beraten. Die Gruppe ist schnell gewachsen und hat inzwischen rund 80 Mitglieder, die sich in regem Austausch befinden. ElternSTIMME e.V. dankt den Eltern, Fachleuten und Politikern für den informativen Nachmittag. Der Verein wollte mit diesem Netzwerktreffen einen Auftakt geben und Hilfsmöglichkeiten aufzeigen bzw. Kontakte zusammenführen.

Unterstützung bei Problemen mit Ämtern und Behörden bietet die Bürgerbeauftragte der Landesregierung für die Themen der Kinder- und Jugendhilfe, Schulbegleitung (SGB VIII) und Kindertagesstättengesetz, Johanna Heiser, unter Telefon 0431/9881249 oder Johanna.Heiser@landtag.ltsh.de. Fragen zur Erteilung eines I-Status für Schulkinder beantwortet die Kooperative Erziehungshilfe der Hansestadt Lübeck unter 0451/1228260.

Die drei Vorstandsmitglieder des Vereins ElternStimme eV. (vrnl): Anna Sondermann, Jenny Scharfe, Steffi Wätke. Foto: ElternStimme eV.

Die drei Vorstandsmitglieder des Vereins ElternStimme eV. (vrnl): Anna Sondermann, Jenny Scharfe, Steffi Wätke. Foto: ElternStimme eV.


Text-Nummer: 127999   Autor: ElternStimme eV./Red.   vom 12.02.2019 19.35

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