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Freitag,
der 19. April 2019






Zukunftskonferenz beim Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg

Mehltau oder Tanz, stehenbleiben oder weitergehen, Rückzug oder Aufbruch? Diese Fragen bewegten rund 400 Haupt- und Ehrenamtliche aus allen 57 Kirchengemeinden sowie der Dienste und Werke des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg am vergangenen Sonnabend.

Unter der Überschrift "Siehe, ich mache alles neu" beschäftigten sich die Teilnehmenden des Zukunftskongresses in der Lübecker Musik- und Kongresshalle mit brennenden Themen der Zeit: dem Wandel der Gesellschaft und damit auch der Kirche, den Wünschen und Hoffnungen von Gemeinschaften und Einzelnen, den innerkirchlichen Strukturen und deren Veränderungsmöglichkeiten, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. In Gesprächsrunden, zehn verschiedenen Foren und in der offenen Open Space-Phase konnten die Besucher sich inspirieren lassen und eigene Ideen entwickeln.


Nach den Open Space-Runden wird über die Ergebnisse berichtet - hier Ursula Hauser vom Forum Ehrenamt. Foto: Steffi Niemann, Ines Langhorst

"Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit." (2. Timotheus 1,7) zitierte Hans-Hermann Pompe vom Zentrum für Mission in der Region die Bibel. Und fragte: "Welches Bild von Gott geben wir in der Gesellschaft ab? Woran denken die Menschen, wenn sie an Kirche denken? An Kreativität, Gemeinschaft und Hilfe? Oder an Schwere, Probleme, Rückzug, Langeweile, Resignation?". Pompe erinnerte an den Ursprung des Glaubens: "Gott ist Leichtigkeit. Gott ist Glaube, Hoffnung, Aufbruch und Liebe". Er referierte über die regio-lokale Kirchenentwicklung: "Die Ortsgemeinde ist und bleibt das wichtigste Pferd im Stall. Dennoch ist die Zusammenarbeit von verschiedenen Gemeinden sehr wichtig". Freiheit sei nicht nur lustmachend, sondern auch beängstigend. Die schwerwiegendsten Faktoren gegen Veränderung seien Verlustangst und Neid. "Wir müssen den Weg dahin finden, Bestehendes wertzuschätzen, unsere Kräfte weise einzuteilen und neuen Formaten Raum zu geben."

Ähnlich äußerte sich auch Hagen Sommerfeldt, Präses der Synode des Kirchenkreises: "Wir müssen weg vom Kirchturmdenken – jeder macht und sieht nur seins – und unsere Gemeinden öffnen. Das Gute mitnehmen, was nicht mehr gebraucht wird loslassen. Und eine gerade Haltung annehmen – wir verwalten nicht den Zweifel, sondern wir stellen uns mutig den Veränderungen". Weitere Foren- und Diskussionsthemen waren die Herausforderung Konfessionslosikgkeit, Regionalisierung als Chance, der Weg in die digitale Gesellschaft, die Jugendarbeit und Nachwuchsförderung, Veränderungsmanagement, Ehrenamt, und gelungene Fusionen von Kirchengemeinden.


Friederike Schwetasch, Pastorin in Krummesse, und Burhkhard Blanck aus Sandesneben, pinnen Ideen aus der Open Space-Runde an. Foto: Steffi Niemann, Ines Langhorst

In den Gesprächsrunden und in der Open Space-Phase wurde deutlich, dass es Zusammenschlüsse und -arbeit unter den ländlichen Gemeinden im Herzogtum bereits gibt: Mustin und Seedorf; Gülzow, Hamwarde und Worth oder Berkenthin, Nusse-Behlendorf und Siebenbäumen sowie Kuddewörde und Krummesse. Auch Tauffeste – wie an Himmelfahrt am Behlendorfer See, Tauferinnerungs- und besondere Gottesdienste werden überregional gefeiert, Friedhöfe zusammengelegt und Jugendarbeit übergemeindlich gestaltet. Wichtig ist allen: Die eigene Identität der Kirchengemeinde soll bewahrt werden. Im Lübecker Gebiet gibt es die erfolgreiche Fusion dreier Gemeinden zur St.-Jürgen-Kirchengemeinde, die ebenfalls zeigt wie es funktionieren kann.

Diese Wünsche kristallisierten sich ebenfalls heraus: Dass die Pastorinnen und Pastoren auf Augenhöhe mit Haupt-, Ehrenamtlichen und Gemeindegliedern stehen, Weiterentwicklung der Jugendarbeit, Ehrenamtliche schulen und ihre Gaben fördern und Gottesdienste mit Herz.

Hans-Hermann Pompe vom Zentrum für Mission in der Region erinnerte an den Ursprung des Glaubens. Fotos: Steffi Niemann, Ines Langhorst.

Hans-Hermann Pompe vom Zentrum für Mission in der Region erinnerte an den Ursprung des Glaubens. Fotos: Steffi Niemann, Ines Langhorst.


Text-Nummer: 128005   Autor: Steffi Niemann   vom 12.02.2019 14.20

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