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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Mittwoch,
der 19. Juni 2019






Lübecks Katzen geht es an den Kragen

Das Land Schleswig-Holstein setzt das Erfolgsprojekt gegen Katzenelend fort. Am Freitag, dem 15. Februar, beginnt die Kastration freilebender Katzen. Freilebend heißt hier, Tiere die sich nicht in menschlicher Obhut befinden. Die Eingriffe können über einen von der Tierärztekammer Schleswig-Holstein verwalteten Fonds abgerechnet werden. Auch in Lübeck wird es Katzen an den Kragen gehen.

Denn auch die Arbeitsgemeinschaft Katzenkastration vom Tierschutz Lübeck nimmt an der diesjährigen landesweite Katzenkastrationsaktionenin der Zeit vom 15 Februar bis voraussichtlich 15. März (je nach Geldlage) teil. Weiter geht es dann im Oktober. Die Beteiligten betonen, dass bei dieser Aktion nur freilaufende Katzen/Kater kastriert werden. Je nachdem wie viele Finanzmittel zur Verfügung stehen, kann die Aktionen verkürzt oder auch verlängert werden. Spenden von Privatpersonen sind daher ausdrücklich erwünscht.

Voraussetzung für die Kostenübernahme durch den Fonds der Tierärztekammer ist, dass die Katzen in einer der teilnehmenden Gemeinden gefangen wurden und dass von den Überbringern von Katzen ein Vordruck ausgefüllt und unterschrieben wird, mit dem sie bestätigen, dass es sich um eine freilebende Katze handelt. Die Kosten werden dann in voller Höhe übernommen: 25 Euro durch Spende (Honorarverzicht) des durchführenden Tierarztes und 59 Euro beziehungsweise 115 Euro Restkostenübernahme durch den Fonds. Je nachdem, ob es sich um einen Kater oder eine weibliche Katze handelt. Die Katzen müssen nach Durchführung der Kastration wieder an der Stelle des Fangs ausgesetzt werden. Die Aktion ist bis zum 15. März 2019 geplant. Sofern die finanziellen Mittel im Fonds erschöpft sind, wird die Aktion vorzeitig durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein beendet.

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung stellt 2019 einen Betrag von 90.000 Euro für die Kastration der freilebenden Katzen bereit, der Deutsche Tierschutzbund/Landesverband Schleswig Holstein speist zusätzlich 10.000 Euro in die Kastrationsaktion ein. Die sich beteiligenden Gemeinden übernehmen 50 Prozent der Kosten, der in ihrer Gemeinde vorgenommenen Kastrationen. Auch Private können sich finanziell beteiligen.

Private Halter von Katzen werden außerdem aufgerufen, ihre Katzen in eigener Verantwortung kastrieren zu lassen. Von Mitte Februar bis Mitte März ist aus biologischer Sicht ein sinnvoller Zeitraum dafür.

Von Herbst 2014 bis einschließlich Herbst 2018 wurden in Schleswig-Holstein im Rahmen des Projektes gegen Katzenelend bereits in sechs Aktionen insgesamt 14.262 Katzen kastriert. Dabei handelte es sich zu gut 60 Prozent um weibliche Tiere und zu rund 40 Prozent um Kater.
Das Pilotprojekt war durch Zusammenwirken von Kommunen (vertreten durch die Kommunalen Landesverbände), Land, Tierschutzverbänden, Tierärzteschaft und Landesjagdverband erst möglich geworden.

Am Freitag startet die landesweite Katzenkastrationsaktionen auch in Lübeck.

Am Freitag startet die landesweite Katzenkastrationsaktionen auch in Lübeck.


Text-Nummer: 128019   Autor: J. Touré/Tierschutz L.   vom 12.02.2019 16.50

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