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Mittwoch,
der 20. März 2019






TH Lübeck bei IMPact Digital dabei

In einem neuen Verbundvorhaben namens "IMPact Digital" entwickelt Kiron Open Higher Education gemeinsam mit Partnern digitale Maßnahmen, um Studienerfolge von internationalen Studierenden in Deutschland zu verbessern.

Projektpartner sind die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule RWTH Aachen, die Technische Hochschule Lübeck und die Gesellschaft für Akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung (g.a.s.t.), die alle, wie Kiron auch, ausgewiesene Bildungs- und Hochschulakteure sind.

Im Projekt IMPact Digital - Internationalisierung deutscher Hochschulen fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Maßnahmen zur Personalisierung des Hochschuleinstiegs durch Digitalisierung.

Projekthintergrund ist die stetig steigende Zahl internationaler Studierender, die ein Studium in Deutschland anstrebt. Doch sind die Chancen, ein Studium zu beginnen und erfolgreich zu gestalten, oftmals ungleich verteilt. Herausforderungen wie der Fachkräftemangel oder auch die Diversität der sich bewerbenden Studierenden verlangen innovative und vor allem zukunftsfähige Zugangswege zum Hochschulstudium.

So ist es Ziel dieses Vorhabens, Angebote in der digitalen Hochschulbildung zu entwickeln, um internationalen Studieninteressierten den Studieneinstieg zu erleichtern und eine informierte Entscheidung für den eigenen Bildungsweg zu treffen. Konkrete Themenschwerpunkte im Vorhaben sind Studienorientierung, Studienvorbereitung- und einstieg sowie Hochschulzugang und alternative Bildungswege.

Laura Marwede, Chief Partnerships Officer bei Kiron, äußert sich über das Projektvorhaben: "Kiron möchte gemeinsam mit den Projektpartnern durch moderne und internationale Angebote beim Bildungszugang einen langfristigen Studien- sowie Ausbildungserfolg für internationale Studierendengruppen ermöglichen. Digital gestützte Lernformate bieten die Chance, das Erwartungsmanagement bei Ausbildungsoptionen zu verbessern, bestehende Hürden abzubauen und einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit zu leisten."

Das BMBF hat in den vergangenen Jahren bereits Projekte zu Self-Assessment und Teilhabechancen sowie Maßnahmen zur Verbesserung eines langfristigen Studienerfolgs gefördert. Die jetzt gestartete neue Zusammenarbeit der Partner im Projekt IMPact Digital baut auf den Ergebnissen der vorherigen gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekte INTEGRAL 2 und INTEGRAL+ auf. Die dabei erlangten Ergebnisse und Erfahrungen fließen in das Folgeprojekt Impact Digital ein.

Die Aufgabenverteilung an die Partner sieht im Einzelnen vor, dass sich Kiron Open Higher Education den Maßnahmen der Studienorientierung und –beratung sowie für eine darin enthaltene Konzeption für ein individualisiertes Propädeutik-Angebot widmet. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf Qualitätssicherungsmaßnahmen, einer Konzeption von Begleitmaterialien und der Entwicklung von digitalen Orientierungstools im Bereich der Sprachförderung.

Die RWTH Aachen legt einen Schwerpunkt in die Entwicklung von fachbereichsspezifischen Sprachförderinstrumenten und die Flexibilisierung von elektronischen Prüfungen. Mit Hilfe der ‚Blockchaintechnologie‘ wird für Lehrende eine gemeinsame Nutzungsmöglichkeit von Lehrmaterialien geschaffen (shared education resources), auch über Hochschulgrenzen hinweg. Zudem soll die Entwicklung eines prototypischen und nachhaltigen Geschäftsmodells die Grundlage werden für die Erweiterung der Nutzergruppen digitaler Lehre.

Die Technische Hochschule Lübeck wird die Gebiete der Konzeption und Evaluation propädeutischer und fachspezifischer MOOCs abdecken sowie ihre Forschung zu zielgruppengerechten online-gestützten Verfahren zur Kompetenzfeststellung ausbauen. Dazu sollen insbesondere die Möglichkeiten der Blockchain für innovative Zertifizierungstechnologien weiter erforscht, ein Prototyp entwickelt und im Partnerverbund erprobt werden.

Die Gesellschaft für Akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung e. V. (g.a.s.t.) steuert insbesondere Instrumente zur Messung (onSET, TestDaF) und Förderung von Sprachkompetenzen bei. Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten liegen dabei auf der Erweiterung des erfassten Spektrums an Deutschkenntnissen (onSET), der Entwicklung eines Online-Moduls zur Beurteilung studienrelevanter Fähigkeiten (TestAS) sowie auf der Überprüfung der technischen Möglichkeiten bei der Anwendung von Spracheinstufungstests onSET auf mobilen Endgeräten. Untersuchungen zur Reliabilität und Validität des onSET an mobilen Endgeräten sind ein wesentlicher Teil dieser Neuentwicklung. Ziel ist eine deutlich vereinfachte Testanwendung speziell für Zielgruppen ohne Zugang zu Desktop-PCs oder Laptops.

Das Projekt wurde in Berlin gestartet. Foto: TH

Das Projekt wurde in Berlin gestartet. Foto: TH


Text-Nummer: 128123   Autor: TH   vom 17.02.2019 14.55

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