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HL-live.de

Mittwoch,
der 20. März 2019






Nautischer Verein fordert mehr Sicherheit auf der Ostsee

Eindringliche Worte beim traditionellen Nautischen Essen am Freitag, dem 22. Februar 2019, in der Schiffergesellschaft mit 250 Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Hafen und Gesellschaft. Gefordert wurden unter anderem mehr Sicherheit auf der Ostsee und eine Vertiefung der Trave,

In seiner Begrüßungsrede schilderte Kapitän Jürgen Schlichting, Vorsitzender des Nautischen Vereins Lübeck, trotz prognostizierter guter Chancen der weltweiten Schifffahrt mit einem "robusten" Wachstum die parallel zu gewährleistenden Voraussetzungen: Eines der brennenden Themen ist die Schiffs- und Verkehrssicherheit und speziell die Schiffssicherheit im Ostseeraum. Das berührt auch den maritimen Umweltschutz. Klimawandel ist Meereswandel.

"Angesichts sich verstärkender Verkehre im Ostseeraum, dem möglichen Bau der Fehmarnbelt-Querung und Erweiterungen von off-shore Windkraftanlagen fordern wir endlich einen Lotsenzwang für die Kadetrinne und den Fehmarnbelt", so Schlichting. "Das Jahr 2019 wird die Schifffahrtsbranche herausfordern, den ab 1. Januar 2020 strengeren Grenzwerten bei Brennstoffen gerecht zu werden. Die meisten Reeder suchen den Weg zu den günstigsten Lösungen – und darüber wird ausgiebig diskutiert. Bis dahin werden Abgasreinigungsanlagen und Umstellung auf sauberen Diesel den Erhalt der Grenzwerte sichern müssen."

Angesichts der hohen Investitionen im öffentlichen wie auch privaten Hafen wird der Weg für weiteres Wachstum geebnet. Doch die Reaktionszeiten auf Anforderungen der Reeder und immer größer werdende Schiffe fordern eine noch größere zukunftsgerichtete Vorausschau bei Hafenplanungen. Mit einer entsprechend großen Erwartungshaltung wird deshalb der städtische Hafenentwicklungsplan 2030 herbei gesehnt. Der Nautische Verein hält die Vertiefung der Trave ebenso für unverzichtbar wie weitere Anleger für die neue Generation von Schiffen.

In seiner Festrede sprach MdB Norbert Brackmann, der Maritime Koordinator der Bundesregierung, über die Situation und die Perspektiven der maritimen Wirtschaft im Ostseeraum sowie über die wichtige Arbeit des Nautischen Vereins. Neue Umweltanforderungen aufgrund europäischer und internationaler Vorgaben stellen die Schifffahrt und auch die Häfen vor neue Herausforderungen. Und auch die Digitalisierung macht an der Kaimauer nicht halt. Hierauf muss der Lübecker Hafen Antworten finden und sich auf neue Situationen einstellen. Das alles wird aber auch nur dann funktionieren, wenn die Unternehmen und Menschen mit einbezogen werden.

"Der Nautische Verein ist eine wertvolle Institution, für die Branche wie für die Politik. Denn Sie sind die Experten, die Praktiker und die Macher in der maritimen Wirtschaft. Sie sagen wie Schifffahrt und wie Hafenpolitik geht. Sie geben den Weg vor, wo die Politik nicht weiter weiß. Sie sind im besten Sinne eine Bürgerinitiative!", würdigte Norbert Brackmann in seiner Festrede den Nautischen Verein und seine Arbeit.

"Die Ostsee gehört schon heute zu den Gewässern der Welt mit der höchsten Verkehrsdichte. Das höchste Wirtschaftswachstum in ganz Europa wird dem Ostseeraum zugesprochen. In den Anrainerstaaten führt das zu stetig steigendem Schiffsverkehr. Um die Sicherheit im Schiffsverkehr gewährleisten zu können, braucht es externen Sachverstand, um den sich abzeichnenden Gefahren rechtzeitig begegnen zu können. Mit dem Bau der Fehmarnbelt-Querung wird auf einer Lebensader des Ostseehandels eine Baustelle eingerichtet, die Vorkehrungen und klare Regeln braucht. Hier hat unter anderem der Nautische Verein Lübeck wichtige Anregungen gegeben", lobt Norbert Brackmann.

Für Bürgermeister Jan Lindenau war es das erste Nautische Essen in seiner neuen Funktion. In seinem kurzen Grußwort gab er als jüngster Bürgermeister in der Lübecker Geschichte den Kurs für die kommenden Jahre vor. "Unsere Stadt hat die besten Voraussetzungen, sich in der Zukunft positiv zu entwickeln. Gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtgesellschaft können wir die Herausforderungen des demografischen Wandels und der zunehmenden Digitalisierung für uns nutzen und uns als attraktiver Standort auf der Fehmarn-Belt-Achse positionieren", so Lindenau.

Während die "Smutjes" der Schiffergesellschaft ein erlesenes Drei‐Gänge‐Menü mit Tafelspitz von der Färse servierten und Speaker Wolfgang Pistol launig durch den Abend führte, wurden traditionell Shantys gesungen und munter an den Tischen diskutiert, unter ihnen der Finnische Generalkonsul Bernd Jorkisch, der Vorsitzende des Deutschen Nautischen Vereins Frank Wessels, Pastor Lutz Jedeck, Reeder Holger Lehmann, LHG-Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Lüders und Geschäftsführer Prof. Dr. Sebastian Jürgens. Maritime Impulse in seiner Tischrede gab das Vorstandsmitglied der Deutschen Stiftung Sail Training Kapitän Jens Middendorf vom Großsegler "Alexander von Humboldt II". Eine Delegation der Fregatte Lübeck nahm sehr erfreut den Dank für die vielen erfolgreichen Einsätze gegen Piraten und Rettungen aus Seenot entgegen. Die Lübecker dürfen sich hoffentlich auf den Besuch ihres Patenschiffes noch in diesem Jahr freuen.

Die Tellersammlung für einen guten Zweck geht zur Hälfte an die "Armen Lüüd an Land". Mit der anderen Hälfte wird die Ausgestaltung des 150. Jubiläums des Nautischen Vereins am 7. Februar 2020 ausgestaltet: ein Datum, dass man sich bereits heute vormerken sollte.

Der Nautische Verein fordert unter anderem einen Ausbau des Hafens und eine Vertiefung der Trave. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv

Der Nautische Verein fordert unter anderem einen Ausbau des Hafens und eine Vertiefung der Trave. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 128272   Autor: NVL   vom 23.02.2019 15.32

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