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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 16. Juli 2019






St. Jakobi: Jetzt sind alle Zeiger weg!

Dieser Job ist nichts für Höhenängstliche: Henrik Meger, seines Zeichens Diplom-Bauingenieur, seilte sich aus 60 Meter Höhe vom St.-Jakobi-Turm ab, um die Zeiger der Turmuhr abzunehmen. Nachdem vor zwei Wochen ein Zeiger hinabfiel, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde, beschloss die Kirchengemeinde St. Jakobi die weiteren Zeiger sicherheitshalber abzunehmen und von Experten überprüfen zu lassen.



"Metallstatiker haben nun die Aufgabe zu klären, warum der eine Zeiger abfiel", so Pastor Lutz Jedeck. Mutmaßlich sei eine Schraube gebrochen. Damit kein weiteres Unglück passiere, habe man sich zu der Abnahme entschieden. "In etwa zwei Wochen wissen wir mehr", so Jedeck weiter.

Und so kletterte Henrik Meger im Auftrag für die Firma TSP-Spezialbau aus dem mecklenburgischen Drechow vom Turmhelm aus die Turmwand hinunter. Er nahm die Zeiger per Hand ab, schnallte sie sich mit Schlaufen am Körper fest und brachte sie durch eine zehn Meter tiefer liegende Schallluke in das Innere des Turms. "Ich klettere mit einer Zugkonstruktion aus drei Seilen hinunter, wovon das dritte Seil mich vor dem Absturz sichert", so Meger.



Kirchtürme und -dächer sind Henrik Megers Tagesgeschäft, Metall sein Spezialgebiet: "Wo etwas kaputtgeht und herunter zu holen ist, klettere ich hinauf", so der Marlower selbstbewusst. Ob Kuper, Blei, Blitzschutzanlagen, Arbeiten am Dach – kein Problem für den Profi-Kletterer.

Hintergrund zur Turmuhr von St. Jakobi

Als Anfang des 17. Jahrhunderts der Helm des oberen Stockwerks des Kirchturms abbrannte und damit auch die alte Uhr, wurde ein Notdach aufgesetzt. 50 Jahre später folgte der neue Helm mit einer neuen Uhr. Diese Turmuhr funktionierte manuell: Um die Gewichte für die Pendel aufzuziehen, musste der Küster alle zwei bis drei Tage den Turm hochgehen. In der Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Uhr stillgelegt. 1989 konnte sie dank Spenden und Aktionen des damaligen Kirchenkreises Lübeck und der St.-Jakobi-Kirchengemeinde saniert, die Zeiger aus vergoldetem Eisen gefertigt und wieder in Betrieb genommen werden. Das Uhrwerk, das sich genau hinter der Uhr im Inneren des Turms auf Höhe der Zifferblätter befindet, ist auf elektrischen Aufzug umgerüstet worden. Im Jahr 2007 wurde der Kirchturm von St. Jakobi saniert und in diesem Rahmen die Zeiger abgenommen, nachvergoldet und wieder angebracht. Jeder Zeiger ist rund 2,50 Meter lang und 25 Kilogramm schwer.

Henrik Meger seilte sich vom St.-Jakobi-Kirchturm ab, um die drei verbliebenen Uhrzeiger in das Kirchturminnere zu bringen. Fotos: Steffi Niemann

Henrik Meger seilte sich vom St.-Jakobi-Kirchturm ab, um die drei verbliebenen Uhrzeiger in das Kirchturminnere zu bringen. Fotos: Steffi Niemann


Text-Nummer: 128530   Autor: Steffi Niemann   vom 06.03.2019 14.39

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